Hummeln können stechen, wenn sie sich bedroht fühlen.
Hummeln können stechen, wenn sie sich bedroht fühlen. dpa/Wolfgang Kumm

Schmerzhaft und manchmal sogar lebensbedrohlich: An Stichen von Wespen, Bienen und Hummeln sterben jedes Jahr allein in Deutschland etwa 20 Menschen. Das berichtet das Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau. Dabei halten die meisten Menschen gerade Hummeln für friedliche Tiere, die gemütlich von Blüte zu Blüte fliegen. Kein Wunder, dass viele glauben, dass Hummeln – im Gegensatz zu Bienen und Wespen – nicht stechen können. Doch auch die Hummel hat einen Stachel und ein Hummelstich kann durchaus schmerzhaft sein.

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Dabei sind Hummeln keine gefährlichen oder aggressiven Tiere. Daher kommt es nur selten vor, dass sie einen Menschen stechen. Meistens kommt es nur zum Stich, wenn sich die Tiere gegen einen potenziellen Angreifer verteidigen wollen. Doch die Hummel zeigt schon vorher an, wenn sie sich bedroht fühlt ...

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Dann hebt sie immer ihr mittleres Bein in Richtung des Angreifers. Dies ist nicht etwa als Winken zu verstehen, sondern als Warnung. Fühlt sich die Hummel stark bedroht, beginnt sie zu brummen. Dabei dreht sie sich auf den Rücken und streckt dem Angreifer ihr Hinterteil mit dem Stachel entgegen. Diese Position ermöglicht es der Hummel, sich auf dem Rücken abzustützen und gleichzeitig ihren Stachel in den Angreifer zu bohren, falls sich dieser weiter nähert.

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Wie gefährlich ist ein Hummelstich?

Wenn man doch von einer Hummel gestochen wird, kann das durchaus schmerzhaft sein. Allerdings ist ein Hummelstich weniger schmerzhaft als Bienen- oder Wespenstiche. Der Grund: Hummeln spritzen weniger Gift in die Haut. Und anders als der Stachel von Bienen hat der Hummelstachel keine Widerhaken und bleibt deshalb nicht in der Haut stecken. In der Regel kommt es nach einem Hummelstich zu Rötungen und Schwellungen, die jucken und brennen.

Für die meisten Menschen ist der Stich einer Hummel ungefährlich. Bei einigen Menschen löst das Hummelgift womöglich aber eine allergische Reaktion aus. Allergiker, die von einer Hummel gestochen wurden, sollten bei entsprechenden Symptomen wie Erbrechen und starken Schwellungen an der Einstichstelle schnellstmöglich den Arzt konsultieren.

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Natürlicher Schutz: Vorsicht beim Barfußgehen

Die Insektengift-Allergie wird nach der sogenannten Müller-Skala in fünf Stadien eingeteilt. Spätestens eine Reaktion mit Grad 1, wenn an entfernter gelegenen Körperpartien ein juckender Hautausschlag aufritt, sind ein Allergietest und ein Notfallset notwendig. Wer noch stärkere Reaktionen zeigt, dem rät Zuberbier zu einer Hyposensibilisierung, die das Immunsystem an Insektengift gewöhnen soll. Um sich vor den leidigen Stichen natürlich zu schützen, empfiehlt die Apotheken Umschau, auch beim Barfußgehen aufzupassen und nicht aus Dosen zu trinken.

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Und wussten Sie schon ...?

Das Leben in der Stadt bringt laut einer Studie größere und damit auch produktivere und intelligentere Hummeln hervor als das Landleben. Die Tiere seien dadurch besser an die stark durch Straßen und Häuser zerstückelten Lebensräume in der Stadt angepasst als ihre Artgenossen auf dem Land, sagte der Studienleiter, Biologe Panagiotis Theodorou von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU).

Schon frühere Studien hätten gezeigt, dass es in den Städten sogar mehr Hummeln gibt als auf dem Land. Überhaupt sind die pelzigen Brummer in Deutschland weitverbreitet: Beim „Insektensommer“, einer jährlichen Insekten-Zählaktion des Naturschutzbundes Nabu, war die Ackerhummel in den letzten Jahren das am häufigsten gesichtete Insekt in Deutschland.