Soll der Spargel eingefroren werden, die Stangen waschen, schälen und portionsweise in den Tiefkühler. Imago/Shotshop

Die Spargelsaison ist noch jung, noch sind die edlen Stangen teuer. In den nächsten Wochen werden die Preise wohl etwas runtergehen. Traditionell endet die Spargelernte am 24. Juni, dem Johannistag. Wie für  Spargel-Fans  das ganze Jahr Saison sein kann, wie Sie Spargel grillen können und warum man die Schalen keinesfalls wegwerfen sollte, das verraten wir hier.

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Kann man Spargel einfrieren?

Spargel einzufrieren ist kein Problem, die Stangen können bis zu ein Jahr lang in den Tiefkühler. Und zwar am besten so: Den Spargel direkt nach dem Kauf waschen, schälen und portionsweise verpackt in den Tiefkühlschrank. Also nicht kochen oder blanchieren. Wenn man ihn dann verwenden will, nicht auftauen, sondern direkt in kochendes Wasser geben. Sehr kurz, so etwa drei bis fünf Minuten.

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Tipp von Simon Schumacher, Geschäftsführer des Verbandes Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer in Bruchsal: „Ich empfehle, den Spargel nicht erst am Saisonende einzufrieren, sondern am besten direkt nach Pfingsten. Da gibt es den meisten und da ist er am günstigsten. Zum Saisonende steigen die Preise meist wieder an.“

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Kann man Spargel grillen?

Ja, Spargel kann man nicht nur kochen, sondern auch braten, backen und grillen. Sollen die Stangen auf den Rost oder den Grillstein, streicht man sie vorher mit etwas Raps- oder Olivenöl ein. Aber Achtung! Die Glut darf nicht zu heiß sein, sonst verbrennt der Spargel.

Wer den Spargel im Backofen zubereiten will, packt die Stangen in einen Bräter oder in eine Auflaufform mit Deckel (damit er nicht austrocknet) und gießt etwas Wasser oder Weißwein dazu. Darin den Spargel bei 180 Grad 30 Minuten lang garen. Man kann Spargel auch etwa 10 Minuten in etwas Fett anbraten, das gibt ein leichtes Röstaroma. Dazu dünne Stangen nehmen oder kleinere Stücke.

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Was kann ich mit Spargelschalen machen?

Weder das Kochwasser vom Spargel noch die Schalen sollten entsorgt werden. Hier zwei Ideen, um die Spargelreste zu verwerten.

Spargelcremesuppe: Die Schalen und Enden von einem Kilo weißen Spargel reicht für vier Portionen Spargelsuppe. Die gesäuberten Spargelreste in einem Liter Wasser (das kann vom Kochwasser des Speisespargels sein) etwa eine halbe Stunde lang auskochen und den Sud durch ein Sieb geben. Dann im Kochtopf 50 Gramm Butter zerlassen und mit 2 Esslöffel Mehl eine Mehlschwitze ansetzen. Den Spargelsud langsam und unter ständigem Rühren dazugießen bis eine cremige Suppe entstanden ist. Mit Salz, Pfeffer und geriebener Muskatnuss abschmecken – und servieren.

Spargelsud: Der Sud aus den Spargelresten ist auch prima für das Ansetzen von Gemüsebrühen, die man dann wiederum für Soßen, Risottos und Hühnerfrikassee verwenden kann. Dafür die Schalen und Enden von einem halben Kilo Spargel in einem halben Liter Wasser aufkochen und eine halbe Stunde köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und etwas Butter abschmecken und in Schraubgläser geben. Der Sud hält einige Tage im Kühlschrank, er kann aber auch für spätere Gelegenheiten eingefroren werden.