Heizdecken sind nur was für ältere Leute? Das ist längst nicht mehr so, die kuscheligen Wärmer sind im Trend und es gibt sie in modernem Style. Imago/agefotostock

Heizdecken sind nur was für Omis? Weit gefehlt! Die kuscheligen Wärmedecken werden zunehmend auch von jungen Leuten  gekauft, es gibt sie in trendigen Farben und auch mit Akku-Betrieb, also ohne das lästige und unschöne Kabel. Das Alte-Leute-Image sind die Heizdecken und Wärmekissen also los. Was bei Kauf und Betrieb der elektrischen Wärmehelfer zu beachten ist, sagt eine Expertin vom Tüv Süd.

„Generell gibt es die Unterscheidung zwischen Wärmeunterbett oder einer klassischen Heizdecke“, erklärt Marie-Louise Minnameyer, die im Tüv-Süd-Testlabor schon einige Decken zur Prüfung untersucht hat. „Verbraucher sollten sich vor dem Kauf darüber im Klaren sein, welches Produkt sie verwenden möchten“.

Was ist der Unterschied zwischen Wärmeunterbett und Heizdecke?

Ein Wärmeunterbett kann in der Regel die ganze Nacht über im Bett bleiben, eine Heizdecke dagegen sollte nur zum Aufwärmen vor dem Schlafengehen benutzt werden. Wärmeunterbetten sind meist etwas steifer und mit einer vliesbezogenen Matte vergleichbar, sie werden nicht so heiß, da die Heizdrähte so angebracht sind, dass sie sich nicht zusammenschieben. Wer auf dem Wärmeunterbett schlafen möchte, sollte auf den Hinweis „Zur Langzeitanwendung geeignet“ achten, rät die Tüv-Expertin.

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Worauf soll man beim Kauf einer Heizdecke achten?

„Eine Abschaltautomatik sollte auf jeden Fall vorhanden sein. Idealerweise ist ein Timer integriert, mit dem die maximale Heizdauer vorgegeben werden kann“, rät Expertin Marie-Louise Minnameyer. Praktisch ist eine Temperaturregelung in mindestens drei Stufen. Eine Schnell- oder Turbofunktion sichert ein rasches Anwärmen eines kalten Betts.

Wer die kuschelige Heizdecke im Wohnbereich nutzt, erfreut sich sicherlich mehr an einem kabellosen Exemplar. Sieht einfach schöner aus. Die akkubetriebenen Decken müssen allerdings rechtzeitig vor Gebrauch aufgeladen werden. Die Expertin weist auf besonders hochwertige Produkte hin, die über ein Kontrollsystem verfügen und die Umgebungstemperatur an verschiedenen Stellen der Decke messen. Das gibt zusätzliche Sicherheit.

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Kann man die Heizdecke in der Waschmaschine waschen?

Das hängt vom Modell ab. Lässt sich das Netzteil abnehmen, gibt es Modelle, die tatsächlich in der Maschine waschbar sind. Ein Blick in die Gebrauchsanweisung gibt dazu Auskunft. Ein Waschen ist möglich, wenn die Drähte wasserdicht ummantelt sind. Bei anderen Modellen lässt sich der Bezug abnehmen und waschen. Ist beides nicht möglich, kann alternativ die Decke mit einem Dampfreiniger gesäubert werden.

„Da die Decke sehr nah an die Haut kommt, rate ich, auf ein Öko-Siegel zu achten“, erklärt Tüv-Expertin Marie-Louise Minnameyer. „Durch die Erwärmung können schädliche Dämpfe entweichen. Im besten Fall ist das Material aus unbedenklichem und umweltfreundlichem Material hergestellt“.

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Beim Kauf der Heizdecke auf Sicherheits-Siegel achten

Beim Kauf unbedingt auf das vorgeschriebene CE-Kennzeichen und auf das freiwillige GS-Zeichen für „Geprüfte Sicherheit“ achten. Und: Auch der Energieverbrauch spielt ein Rolle.

Achtung: Heizdecken niemals unbeaufsichtigt einschalten und immer flach ausbreiten, damit keine Drähte übereinanderliegen und überhitzen. Flüssigkeiten fernhalten, denn Feuchtigkeit kann einen Kurzschluss oder Stromschlag auslösen.