Unangenehme Gerüche in der Wohnung? Sie sollten die Ursache ausfindig machen. imago/Shotshop

Das kennen wir alle. Mal ist es Knoblauch, mal Bratfett oder Nikotin. Es gibt Gerüche, die sich einfach hartnäckig in der Wohnung festsetzen. Aber so unangenehm das auch ist, es gibt immer ein Gegenmittel. Wir haben die besten für Sie zusammengestellt. Alle Tipps und Tipps und Hausmittel gegen Gestank. Damit Ihre Wohnung bald wieder riecht wie am ersten Tag. 

Machen Sie als erstes die Quelle des Geruchs ausfindig!

Sie können nur wirkungsvoll gegen den schlimmen Geruch vorgehen, wenn Sie wissen, woher er kommt.  

Das sind die häufigsten Quellen des Gestanks:

  • Müll: Vor allem Bio- und Restmüll sind hier verdächtig.
  • Abfluss: Sind Abflüsse sind in der Küche oder im Bad verstopft oder schmutzig, kann das die Ursache sein. 
  • Lebensmittel: Wenn Lebensmittel verderben oder Schmutz sich festsetzt, müffelt es gerne mal richtig fies. 
  • Rauch: Zigarettenqualm setzt sich nach und nach in allen Textilien fest. Auch Holzmöbeln und Tapeten werden „befallen“. 
  • Küchengerüche: Genauso können sich Küchendämpfe in der Wohnung halten. Fett und Knoblauch sind dabei besonders verdächtig. 

Ist die Quelle des Geruchs erstmal ergründet, scheint die Lösung ganz simpel zu sein: Nur leider reicht es oft nicht, den Müll rauszubringen, den Abfluss zu reinigen oder benutzte Pfannen abzuwaschen. Nämlich dann, wenn der Geruch schon zu fest sitzt. 

Genau jetzt brauchen Sie unsere Hausmittel: 

So entfernen Sie Geruch aus Kleidung und anderen Textilien

Der einfachste Trick, um muffige Kleidung wieder aufzufrischen, heißt – Lüften. Riechen Ihre Kleidungsstücke nach Rauch, Schweiß oder Fett, hängen Sie sie über Nacht im Freien auf. Dem müffelnden Sofa oder Bett hilft Durchzug. Lüften Sie gründlich. Ein paar Minuten reicht da nicht. 

Bringt das alles nichts, greifen Sie zu Natron oder Backpulver. Einfach reichlich (z. B. 200 Gramm für ein Ecksofa) auf die Textilien streuen und über Nacht einwirken lassen. Dann können Sie es einfach wieder absaugen. In ganz harten Fällen (etwa bei Katzenurin oder Erbrochenem) reiben Sie das Natron mit einem feuchten Tuch sanft in die Polter ein. Dann über Nacht trocknen lassen – und absaugen. 

Auch ihr Bett können Sie so auffrischen. Lesen Sie dazu auch: Genial einfacher Backpulver-Trick: So duftet Ihr Bett wochenlang wie frisch bezogen! >> 

Wenn Rauch- oder Essensgerüche in Ihrer Kleidung hängen, hilft kurzfristig der Wäschetrockner: Die Kleidungsstücke hineingeben und einen mit Essig getränkten Waschlappen darauf geben. Jetzt den Trockner 10 Minuten auf „kalt“ laufen lassen. So werden die Gerüche in der Kleidung neutralisiert. 

Bei Gerüchen aus alten Schuhen helfen, Einfrieren, Katzenstreu oder Zimt.  imago stock&people

So entfernen Sie Geruch aus Schuhen

Durch Schweiß und Feuchtigkeit vermehren sich Bakterien in Schuhen. Irgendwann riechen sie deshalb extrem unangenehm. Das hilft: 

1. Einfrieren: Packen Sie die Schuhe in einem Plastikbeutel und legen sie für zwei Tage in die Gefriertruhe. Bakterien werden in der Kälte abgetötet. Der Geruch wird neutralisiert. 

2. Katzenstreu: Am Abend etwas Katzenstreu in die Schuhe füllen und sie bis zum Morgen so stehen lassen. So wird Feuchtigkeit gesammelt. Anschließend einfach wegkippen. Sie entziehen so den Bakterien die Lebensgrundlage. 

Zimt: Es hilft ebenfalls, wenn Sie am Abend Zimt in Ihre Schuhe streuen. Am Morgen einfach auskippen bzw. aussaugen. Zimt hat die Eigenschaft, unangenehme Gerüche zu neutralisieren. Im Handel gibt es übrigens auch Zimteinlegesohlen, die gegen „Käsefüße“ wirksam sind. 

So entfernen Sie Geruch aus dem Kühlschrank

Am wichtigsten ist, dass Sie den Kühlschrank regelmäßig reinigen. Wischen Sie ihn am besten mit Essigwasser aus. Das bindet Gerüche und desinfiziert. Dabei unbedingt auf Dichtungen und die Ablaufrinne achten. Hier sitzen oft die Ursachen für unangenehme Gerüche. Aber es gibt noch weitere Möglichkeiten: 

Zitrone: Ein uralter Trick ist es, Zitronenschale oder einzelne Zitronenstücke in den Kühlschrank zu legen. Das bringt einen frischen Geruch. Noch wirkungsvoller ist es, wenn Sie eine halbe Zitrone aushöhlen und mit Salz füllen. Das Salz bindet Gerüche und Feuchtigkeit.

Kaffeepulver: Ganz ähnlich wirkt auch, wenn Sie eine Schale mit Kaffeepulver über Nacht im Kühlschrank platzieren.

Lesen Sie auch: Geniales Rezept aus dem DDR-Backbuch: Köstlicher Apfelmus-Kuchen – fruchtig, fluffig, lecker! >>

Essig hilft, wenn es in der Küche unangenehm riecht.  imago/Westend61

So neutralisieren Sie Küchengerüche

Fisch, Knoblauch und  Schnitzel sind so lecker. Aber sie hinterlassen Gerüche. Gerade wenn Fett anbrennt oder etwas in der Pfanne anbrennt, stinkt es oft so richtig. 

Das bekämpfen Sie mit diesen Tricks:

Kochen Sie etwa einen Liter Wasser mit einem Schuss Essig auf. Anschließend das Essigwasser auf kleine Gefäße verteilen. Die stellen Sie jetzt in allen Ecken Ihrer Küche auf. Der Essensgeruch wird sich verflüchtigen. Nach einer Weile unbedingt gut lüften. Sonst riecht nämlich alles nach Essig. 

In harten Fällen können Sie zusätzlich Sie alle Oberflächen mit Essigwasser abwischen. 

Dieser Trick wirkt übrigens auch perfekt gegen Rauchgeruch in der Wohnung. 

Wenn die Mülltonne stinkt, dann hilft Katzenstreu.  imago/imagebroker/begsteiger

So bekämpfen Sie stinkende Mülltonnen

Gerade Biomüll und Windeleimer sind echte Geruchshärtefälle im Haushalt. Es hilft: Katzenstreu. Als erstes den Müll schnellstmöglich rausbringen. Reinigen Sie den Eimer anschließend mit heißem Wasser und Spülmittel. Gut trocknen lassen.

Jetzt den Boden der Mülltonne mit Katzenstreu auslegen. Erst dann einen neuen Müllbeutel in den Eimer geben. Das Streu bindet Feuchtigkeit und Gerüche.

Nach einer Woche sollten Sie das Katzenstreu erneuern.

So neutralisieren Sie Gerüche von den Fingern

Sie haben Zwiebeln oder Knoblauch geschnitten und es stinkt einfach. Das kann tagelang anhalten. Es sei denn, Sie kennen unsere Tricks:

Natron: Stellen Sie mit 3 Esslöffeln Natron und 1,5 Esslöffeln Wasser eine Paste her. Damit reiben Sie Ihre Finger ein. Abspülen – fertig. 

Kaffeesatz: Alternativ können Sie Ihre Hände nach dem Kochen mit Kaffeesatz einreiben. Auch hier gilt: Anschließend einfach abspülen. 

Edelstahl: Als dritte Variante können Sie Edelstahlseife verwenden. Zur Not tut es auch das Spülbecken oder Armaturen aus Edelstahl. Die Finger daran reiben. So neutralisieren Sie Gerüche.

Schlechten Geruch im Auto können Sie mit Kaffeepulver bekämpfen. imago/Shotshop

Gerüche aus dem Auto entfernen

Auch im Auto sind schlechte Gerüche oft extrem hartnäckig. Die Ursache dafür ist meist Feuchtigkeit. Bakterien und Schimmelpilze können sich dann im Innenraum vermehren und sorgen so für Geruchsbildung.

Wenn also Fußmatten oder Sitze feucht werden, lassen Sie das Auto für längere Zeit mit offenen Fenstern stehen. Fußmatten können sie idealerweise sogar herausnehmen und sie im Bad trocknen lassen. Ebenfalls hilfreich sind Zeitungen, die Sie auf Polstern und Fußmatten im Wagen verteilen. Ein Eimerchen Salz – im Auto platziert – saugt ebenso die Feuchtigkeit auf.

Hats sich der Geruch bereits festgesetzt, hilft auch hier der Trick mit dem Kaffeepulver. Einfach, zwei bis drei Schälchen über Nacht im Innenraum aufstellen. Die Fenster dann unbedingt schließen. Am Morgen sollte es wieder frisch duften.

Grundsätzlich gilt: Teppiche, Polster und Armaturenbrett regelmäßig gründlich reinigen. 

Gerüche in der Wohnung neutralisieren – drei Bonus-Tricks!

Eukalyptus: Eukalyptuszweigen – in der Wohnung aufgehängt – sind eine hübsche Deko. Zusätzlich überdecken sie aber auch noch schlechte Gerüche.

Orangen und Nelken: Gerade zur Weihnachtszeit ist diese Kombi ganz zauberhaft: Platzieren Sie Gewürznelken und Orangen in einer Schale und stellen Sie als Deko in der Wohnung auf. Das riecht superlecker. 

Staubsauger als Lufterfrischer: Wenn Sie den Staubsaugerbeutel vor dem Saugen mit ein bis zwei Tropfen eines ätherischen Öls beträufeln (Benutzen Sie ihren Lieblingsduft), verteilt sich der Duft beim Saugen in der ganzen Wohnung.