Amazon will künftig auf einen seiner Dienste verzichten.
Amazon will künftig auf einen seiner Dienste verzichten. Imago/Felix Schlikis

Wer Prime-Kunde bei Amazon ist, kann vieles: Nicht nur fast alle angebotenen Waren versandkostenfrei bestellen, sondern auch viele Filme, Serien und Musiktitel kostenlos streamen, E-Books lesen – und auch gratis Daten und Fotos speichern. Obwohl der US-Online-Konzern 2022 die Gebühren für die Prime-Abos erhöht hat, will er nun einen dieser Dienste vom Netz nehmen.

Kunden sollten jetzt handeln, damit nicht ihre wertvollen Daten verloren gehen. Denn der Online-Anbieter verabschiedet sich von seiner Daten-Cloud Amazon Drive. Dieses Portal war seit 2005 als Alternative zu Produkten wie Dropbox, Google Drive, Apple iCloud und Microsoft OneDrive gedacht. Prime-Kunden konnten auf einem 5-GB-Speicherplatz gratis Fotos und Dokumente hinterlegen. Dazu gab es später eine Speichererweiterung, die je nach Größe kostenpflichtig war.

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Bereits im vergangenem Sommer hatte Amazon angekündigt, diese Cloud einzustellen. Nun passiert es. Die Amazon-Drive-App kann schon nicht mehr aus den Stores geladen werden. Ende 2023 wird der Dienst komplett eingestellt. Aber schon Ende Januar treten die ersten gravierenden Einschränkungen in Kraft, wie Amazon mitteilt.

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Amazon: Erste Einschränkungen bei der Cloud treten Ende Januar 2023 in Kraft

Das Logo des Cloud-Speichers Amazon Drive ist auf dem Display eines Smartphones zu sehen.
Das Logo des Cloud-Speichers Amazon Drive ist auf dem Display eines Smartphones zu sehen. Imago/Thomas Trutschel

Konkret kann man ab dem 31. Januar 2023 keine Dateien mehr auf Amazon Drive hochladen. Das Sichern von Fotos und Dokumenten beziehungsweise das Aktualisieren der Dateien ist dann nicht mehr möglich. Man kann die vorhandenen Dateien nur noch bis zum 31. Dezember 2023 ansehen.

Amazon erklärt: „Wir nutzen die Gelegenheit, unsere Bemühungen stärker auf Amazon Photos zu konzentrieren, um Kunden eine dedizierte Lösung für die Speicherung von Fotos und Videos anzubieten.“ Das heißt, man muss künftig für Fotos auf den Cloud-Dienst Amazon Photos zurückgreifen, der als Dienst weiterhin bleibt.

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Der Online-Anbieter weist darauf hin, dass Foto- und Videodateien von Kunden nur noch auf Amazon Photos gespeichert werden. Die Bild- und Videodateien von Amazon Drive sollen von Amazon Photos automatisch übernommen werden. Wer diese auf Amazon Drive löscht, löscht diese auch gleichzeitig auf Amazon Photo, gibt das Unternehmen als wichtigen Hinweis mit.

Alle anderen Daten werden mit der Umstellung gelöscht. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte also lieber seine Daten von Amazon Drive auf anderen alternativen Speichermöglichkeiten ablegen.

Übrigens ist Amazon Photos für alle Anwender gratis (bis 5 GB Speicherplatz, wer kein Abo hat), Erweiterungen sind kostenpflichtig (ab 19,99 Euro). Prime-Kunden können allerdings auf einen unbegrenzten Foto-Speicher kostenlos zugreifen, für Videos ist der Speicherplatz in der Gratis-Version nur auf 5 GB limitiert.