Einige Haushaltsgeräte verbrauchen mächtig Strom. dpa/Hauke-Christian Dittrich

Es gibt sie in jedem Haushalt: Stromfresser! Haushaltsgeräte, die wahnsinnig viel Energie ver­brauchen. In einigen Fällen lässt sich das kaum vermeiden. In anderen können Sie etwas dagegen tun. Besonders jetzt, da Strom- und Gaspreise explodieren. Nur wer die größten Stromfresser im Haushalt kennt, kann gezielter Strom sparen und dadurch seine Energiekosten senken.

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Platz 10: WLAN Router & Drucker im Homeoffice

Sie arbeiten im Homeoffice? Dann benutzen Sie am besten All-in-one-Geräte (z.B. für Drucken, Kopieren, Scannen) anstatt viele einzelne. Nicht zu unterschätzen ist, dass Computer, Monitore und Drucker auch im Standby-Modus Strom verbrauchen. BEi längeren Pausen und zum Feierabend schalten Sie die Geräte deshalb besser vollständig aus.

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Chronisch unterschätzt wird meist der Wlan-Router. Ist Ihre Internetverbindung auch permanent angeschaltet? Warum? So bringt es der Router auf rund 130 kWh Verbrauch im Jahr. Die meisten dieser Geräte verfügen über eine Zeitschaltuhr. Ist der Router nachts abgeschaltet und geht erst am Morgen wieder an, spart das spürbar Geld.

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Platz 9: Fernseher & Multimedia Geräte

Mit durchschnittlich 190 kWh an verbrauchtem Strom im Jahr landet auch das Fernsehgerät in den Top 10 der Stromfresser. Als Faustregel gilt: Je größer das Bild, desto mehr Verbrauch. Nach heftiger Kritik an den Herstellern wurde in den letzten Jahren zumindest der Energieverbrauch im Standby-Modus deutlich reduziert.

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Das Dumme ist: Nebengeräte werden dabei gerne vergessen. Gemeint sind TV-Receiver, Spielekonsole oder Soundanlage. Zusammen werden Sie gerne zur Stromfresser-Falle. Die beste Lösung: Alle an eine Steckerleiste anschließen und nach Gebrauch die Stromverbindung abschalten.

Smart-Home-Geräte wie die weit verbreiteten Sprachassistenten sind nach neuen Untersuchungen übrigens nur sehr kleine Stromverbraucher. Obwohl sie auch im Ruhezustand permanent mit dem Wlan verbunden sind, fallen ihre Stromkosten demnach kaum ins Gewicht.

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Die Angst vor der Mega-Stromrechnung ist in diesem Jahr berechtigt. imago stock&people

Platz 8: Waschmaschine

Auf Platz acht schafft es die Waschmaschine. Bei einem 3-Personen-Haushalt be­nötigt sie rund 220 kWh im Jahr. Der wichtigste Spartipp: Moderne Waschmittel säubern normal verschmutzte Wäsche bereits bei niedrigen Temperaturen. Daher reichen 30 bis 40 Grad  meistens aus.

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Hat Ihre Waschmaschine ein Eco-Programme? Dann benutzen Sie es unbedingt. Zwar dauert die Wäsche etwas länger, sie sparen aber viel Strom und Wasser.

So hängt gerade der Verbrauch der Waschmaschine ganz stark vom Nutzungsverhalten ab. Nie sollte sie halbvoll beladen laufen. Und eine Vorwäsche ist außer in extremen Ausnahmefällen überflüssig.

Platz 7: Geschirrspüler

Hätten Sie es gedacht: Der Geschirrspüler verbraucht durchschnittlich sogar mehr Strom als die Waschmaschine. Mit 245 kWh  belastet er die jährliche Stromrechnung.

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Wer nun aber glaubt, er wasche deshalb lieber per Hand ab, irrt sich gewaltig. Laut einer Studie der Uni Bonn verbrauchen Spülmaschinen bis zu 28 Prozent weniger Strom als das Handspülen. Denn auch für Abspülen mit der Hand muss das Wasser erhitzt werden und das verbraucht viel Energie.

Für den Geschirrspüler gilt wie für die Waschmaschine: Nur einschalten, wenn sie gut gefüllt ist und verwenden Sie das Spülprogramm mit möglichst niedriger Wassertemperatur.

Auch der Wäschetrockner gehört zu den großen Stromfressern. Imago/Geisser

Platz 6: Wäschetrockner

Wäschetrockner sind superpraktisch, verbrauchen aber auch sehr viel Strom. Durchschnittlich 325 kWh sind es in einem 3-Personen-Haushalt pro Jahr.

Deutlich sparsamer ist es natürlich, ihre Wäsche an der Luft trocknen zu lassen. Wenn Sie auf den Trockner nicht verzichten wollen, sollten Sie unbedingt auf die Energieeffizienz des Gerätes achten. Außerdem zu beachten: Geben Sie nur richtig gut geschleuderte Wäsche in den Trockner. Und stoppen Sie den Trockner rechtzeitig. „Übertrocknen“ der Wäsche kostet Sie Geld.

Platz 5: Beleuchtung

Noch mehr Strom – nämlich durchschnittlich 330 kWh – verbrauchen Lampen und Leuchtmittel im Haushalt. Dabei ist es wirklich einfach zu sparen. Setzen Sie auf Energiesparlampen – besser noch auf LED-Lampen. Die sind zwar teurer in der Anschaffung, unter dem Strich sparen Sie Ihnen aber Geld beim Verbrauch.

Platz 4: Kühlschrank

In der Küche wird in deutschen Haushalten mit Abstand am meisten Strom verbraucht. Kühlschrank, Gefrierschrank und E-Herd verbrauchen in einem 3-Personen-Haushalt zusammen etwa 1200 Kilowattstunden. Der Kühlschrank allein schluckt davon 330 kWh.

Das liegt natürlich im Vergleich daran, dass er praktisch nonstop in Betrieb ist. Es lohnt sich deshalb, auf energieeffiziente Geräte zu achten. Etwa 10 Prozent können Sie aber allein durch die richtige Platzierung sparen. Der Kühlschrank verbraucht weniger Strom, wenn er an einem kühlen Ort steht – niemals neben der Heizung, dem Fenster oder dem Herd.

Und: Regelmäßiges Abtauen und die richtige Temperatur (6 bis 7 Grad) sparen außerdem  Energie – und damit Geld.

Auf Platz 3 der größten Stromfresser im Haushalt landet der Gefrierschrank. dpa/Christin Klose

Platz 3: Gefrierschrank

Der Gefrierschrank schafft es auf Platz 3 der größten Stromfresser im Haushalt. Und das, obwohl moderne Geräte energiesparend arbeiten. 415 kWh verbrauchen Sie durchschnittlich im Jahr.

Bei der Benutzung sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Sie die Tür nur so kurz wie möglich öffnen. Die eindringende warme Luft muss sonst erst wieder unter Energieaufwand gekühlt werden. Moderne Geräte haben oft eine No-Frost-Funktion, die Eisbildung verhindert. Doch genau diese Funktion erhöht den Energieverbrauch des Geräts um 10 bis 30 Prozent.

Platz 2: Elektrischer Herd

Mit durchschnittlich rund 445 Kilowattstunden verbraucht der E-Herd am meisten Strom in der Küche. Hier können Sie nur mit kleinen Tricks sparen: Töpfe und Pfanne sollten immer zur Platten­größe passen. Beim Kochen sollten Sie die Restwärme der Platte nutzen.

Und, scheinbar eine Kleinigkeit, aber ein Faktor: Wasser mit dem Wasserkocher zu erhitzen verbraucht deutlich weniger Energie als mit dem Herd.

Platz 1: Heizungspumpen

Die größten Stromfresser im Haushalt sind Heizungspumpen. Vor allem alte Geräte fressen 520 bis 600 kWh im Jahr. Gerade im Winter müssen die Pumpen 6000 Stunden lang heißes Wasser in Bewegung halten – und das völlig unabhängig vom Verbrauch.

Zum Vergleich: Moderne Heizungspumpen verbrauchen nur noch rund 150 Kilowattstunden. Sie regulieren ihre Energieverbrauch nach dem jeweils anfallenden Bedarf. Im Sommer schalten sie sich teilweise sogar ganz ab.