Die Strompreise steigen und steigen. IMAGO/Rolf Poss

Energie ist so teuer wie nie. Alle versuchen derzeit bei Strom und Heizung zu sparen. Tatsächlich haben wir durch unser Verhalten zu Hause eine wichtigen Einfluss auf den Energieverbrauch. Wenn Sie nur einige wenige Tipps beherzigen, können Sie  richtig viel Geld sparen. Probieren Sie es aus. Den Effekt spüren Sie ganz schnell im Geldbeutel.

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Vorheizen weglassen, Restwärme nutzen

Fast immer wird das Vorheizen empfohlen, nötig ist es fast nie. In der Regel reicht es, den Backofen anzuschalten, wenn der Auflauf, die Pizza oder der Kuchen hineinkommen. Sie müssen dann lediglich die Garzeit zu den Angaben im Rezept etwas verlängern. Dafür nutzen Sie die eingesetzte Energie aber auch effizient. Insgesamt läuft der Ofen kürzer.

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Sie können es sich übrigens zur Gewohnheit machen, den Ofen schon einige Minuten vor dem Ende der Garzeit abzustellen. Die Restwärme reichen zum Fertiggaren oder -backen völlig aus. Und es hilft, wenn Sie den Ofen zwischenzeitlich so selten wir möglich öffnen. Dabei geht viel Hitze (und damit Energie) verloren.

Sparsame Geräte ohne Akku

Telefone, Rasierapparate und elektrische Zahnbürsten mit direktem Netzanschluss verbrauchen viel weniger Strom als Geräte mit Akku. Bevorzugen Sie also – wo es möglich ist – Geräte mit Kabel. Und: Achten Sie schon beim Kauf auf das EU-Energielabel, das über die Energieeffizienz Auskunft gibt.

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Deckel und Herdplatte passend wählen

Es sind Kleinigkeiten, aber es spart ungemein. Wenn Sie beim Kochen immer einen Deckel verwenden, der genau auf den Topf passt und die Größe des Topfes wiederum passend zur Herdplatze ist, verpulvern Sie keine Energie. So können Sie den Energieverbrauch beim Kochen um die Hälfte senken!

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Schalten Sie die Steckdosenleiste komplett ab, wenn Sie die Geräte nicht brauchen. dpa/Fernando Gutierrez-Juarez

Stecker raus!

Geräte im Standby-Betrieb können Sie aufs Jahr richtig Geld kosten. Kluge Menschen haben einmal ausgerechnet, dass in Deutschland zwei Atomkraftwerke nur gelaufen sind, um den Bedarf durch den Standby-Modus zu decken. Wahnsinn.

Das heißt: Am besten Stecker raus! Oder Sie nutzen eine Steckdosenleiste mit Netzschalter, da genügt ein Knopfdruck zum kompletten Ausschalten. Das loht sich wirklich: Ein Computer zum Beispiel verbraucht durchschnittlich 70 Prozent seiner Energie dann, wenn gar nicht an ihm gearbeitet wird.

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Richtiger Kühlschrank am richtigen Ort

Bei der Anschaffung eines Kühlschranks sollten Sie auf das Energielabel achten – und sich fragen, welche Größe Sie wirklich brauchen. Der Kühlschrank sollte außerdem an einem kühlen Ort stehen – und nicht direkt neben dem Herd oder der Heizung. Durch jedes Grad mehr im Umfeld, der Gerätes werden vier Prozent mehr Strom verbraucht!

Gefrierschrank abtauen

Wenn sich an den Innenwänden Ihres Kühl- und Gefrierschranks ein leichter Reifansatz bildet, dann ist das ganz normal. Wird der aber dicker und wächst sich zu einer Eisschicht aus, erhöht sich der Stromverbrauch. Dann sollten Sie das Gerät unbedingt abtauen. Als Faustregel lässt sich das sagen: Sinnvoll ist das etwa zweimal im Jahr.

Der Effekt ist beeindruckend: Eine Vereisung von nur 5 Millimetern erhöht den Stromverbrauch des Kühlschranks bereits um etwa 30 Prozent.

Es lohnt sich die Temperatur für jeden Raum individuell einzustellen. dpa/Hauke-Christian Dittrich

Heizung runter, Tür zu

Immer vor der Heizsaison im Herbst sollten Sie Ihre Heizungen entlüften. So vermeiden Sie pure Energiefresser.

Grundsätzlich sollten Sie die Temperatur für jedes Zimmer individuell einstellen. Jedes Grad weniger spart etwa sechs Prozent Energie. Im Schlafzimmer reichen durchaus 16 bis 18 Grad, in der Küche 18 bis 20, das Kinderzimmer sollte 20, das Wohnzimmer 20 bis 22 Grad haben, im Bad dürfen es auch angenehme 23 Grad sein.

Wenn Sie lüften, dann richtig! 10 Minuten Stoßlüften ist viel energiesparender als stundenlang gekippte Fenster. Schließen Sie außerdem drinnen die  Türen, damit ein Heizkörper nicht mehrere Zimmer versorgen muss.

Licht aus

Achten Sie mal darauf; Wir beleuchten ständig Räume beleuchten, in denen sich niemand aufhält! Das ist Quatsch und leicht gespartes Geld.

Die Energiesparlampen sparen im Vergleich zur alten Glühlampe bereits 70 Prozent Strom. Noch besser sind aber LED-Lampen, die in der Anschaffung zwar teurer sind. Das rechnet sich aber durch den geringen Energieverbrauch sehr schnell. So können Sie bei der Beleuchtung 85 Prozent Energie sparen.

Der Wasserkocher verbraucht deutlich weniger Energie, als wenn Sie das Wasser auf dem Herd erhitzen. IMAGO/YAY Images

Sparen mit Küchenhelfern

Viel zu oft wird der Stromfresser Herd benutzt. Wasserkocher, Eierkocher und Kaffeemaschine zum Beispiel verbrauchen alle rund 40 Prozent weniger Energie als die elektrische Herdplatte. Beim Wasserkocher sollten Sie zudem darauf achten, nicht mehr Wasser als notwendig einzufüllen. Sonst steigt der Energieaufwand ohne jeden Grund.

Sparsamer waschen

Eine Vorwäsche ist in 98 Prozent der Fälle überflüssig. Einfach weglassen! Wenn Sie dann die Waschtemperatur noch von 60 (oder 40) auf auf 30 Grad wechseln, verbrauchen Sie nur ein Drittel des Stroms. Bei normaler Verschmutzung und modernen Waschmitteln reicht das völlig aus. Natürlich ist es immer besser, die Waschmaschine erst anzuschalten, wenn sie auch voll ist.

Unbedingt nutzen sollten Sie das Öko-Programm der Maschine. Und je häufiger sie die Leine statt den Wäschetrockner benutzen, desto mehr werden Sie sparen. Der Trockner ist ein brutaler Stromfresser.

Wasserverbrauch senken

Ein Sparduschkopf senkt den Wasserverbrauch bis um die Hälfte. Und Sie werden davon kaum etwas merken. Richtig viel bringt auch ein Sparspülkasten. Er senkt den Wasserverbrauch pro Spülgang von 9 auf 6 Liter. Mit Spartaste sind es sogar nur 3 Liter. Dass es Energie spart, wenn Sie die Hände mit kaltem Wasser waschen und den Hahn beim Einseifen zuzudrehen, sind ja beinahe schon Klassiker unter den Spartipps.

Wer es schafft, auch nur einen Teil der Tipps in die Praxis umzusetzen, wird das sehr schnell beim Verbrauch spüren. Ihr Portemonnaie wird es Ihnen danken.