Die meisten Rosen-Sorten werden zweimal im Jahr geschnitten, im Frühjahr und im Herbst. Die Schere sollte dabei scharf sein. imago/Panthermedia

Der Schnitt ist für  Rosen wichtig, er sorgt für eine prächtige Blüte. Beim Rosenschnitt kommt es auf den richtigen Zeitpunkt an, die meisten Sorten werden im Frühjahr und im Herbst gekürzt. Im Frühjahr setzt man die Schere üblicherweise ab Mitte März an – aber erst dann, wenn kein Frost mehr erwartet wird.  Ist es jetzt Ende Mai zu spät für den Rosenschnitt?

Nicht unbedingt. Heiko Hübscher, Gärtnerischer Leiter des Rosengartens Zweibrücken, berichtet, dass er auch schon testweise erst Mitte Mai zur Schere gegriffen hat. „Und diese Rosen haben trotzdem schon am 20. Juni geblüht“, sagt der Rosenexperte.

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Wer aus Angst vor spätem Frost – immerhin könnten die Rosenknospen dann erfrieren – gewartet hat mit dem Schnitt, sollte aber jetzt loslegen. Wobei es vielen schwer fällt, schließlich kappt man mit dem Schnitt auch Knospen.

„Ein Rosengärtner braucht ein kaltes Herz und eine heiße Schere», sagt Heiko Hübscher. „Der Schnitt ist nötig und er ist keine Brutalität an den Pflanzen. Denn die Rosen werden mit jedem Jahr anfälliger für Krankheiten - und irgendwann auch zu hoch.“

Mit der richtigen Pflege kann die Rose 50 Jahre alt werden

Die Höhe eines Rosenstocks ist durch die Zucht vorgegeben. Dann ist die Rose im idealen Gleichgewicht.  „Wird der Stock zu hoch, treiben unten keine Knospen mehr aus. Dann hat man dort nur noch Laub oder die Rose wird unten ganz kahl.» Dafür kann ein regelmäßiger Schnitt die Lebenserwartung einer Rose erhöhen - auf 25 bis 50 Jahre.

Wer seine Rosen im Garten richtig schneidet und düngt, kann jahrzehntelang an den duftenden Blüten Freude haben. imago/Panthermedia

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Wie schneidet man die Rosen richtig?

Als Faustregel für den Rosenschnitt gilt: Schwache Triebe stark zurückschneiden, starke Triebe nur leicht. Zunächst entfernt man abgestorbene Hölzer, Triebe die von Schädlingen befallen oder verletzt sind und solche, die nach innen wachsen.

Beim eigentlichen Rückschnitt der Rosen schneidet man die Triebe idealerweise etwa einen halben bis einen Zentimeter über einer nach außen zeigenden Knospe ab, erklärt die Hessische Gartenakademie. Wird zu dicht an diesem sogenannten Auge gekappt, kann es verletzt werden oder in der Folge austrocknen.

Geschnitten wird schräg nach oben, so kann Regenwasser schneller ablaufen. Das reduziert die Infektionsgefahr mit Pilzen und Bakterien. Und darauf achten, dass mit scharfen Werkzeug geschnitten wird, einer Rosenschere oder einer Astschere.

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Wann soll man Rosen düngen?

Die Rose sollte zweimal im Jahr gedüngt werden: Nach der ersten Blüte und im Juni zur Hauptblüte. Am besten mit speziellen Rosendüngern oder mit organischem Dünger wie Kompost. Ab Ende Juli darf die Rose nicht mehr gedüngt werden. Gut ist, wenn der Boden immer leicht feucht ist. Und die Erde immer wieder auflockern, sodass das Wasser gut eindringen kann.