Rostbrätel ist ein echter DDR-Klassiker - und passt zu jedem sommerlichen Grillabend. Fotos: Imago/Panthermedia, Imago/Westend61

Während sich die einen neue Freiheiten in den Restaurants schmecken lassen, freuen sich die anderen auf eine entspannte Grillrunde im Garten. Das Wetter am Wochenende lockt nach draußen. Doch Fleisch mit knallrot-künstlich Marinade kommt  diesmal nicht in die Tüte.  Lieber wieder Grillen wie früher. Eine Marinade aus Senf, Bier und Zwiebeln ist einfach unschlagbar.  Nicht umsonst gibt es kaum etwas besseres als ein echtes Thüringer Rostbrätl.

Ohne zwei Becher Ost-Senf geht gar nix

Für den Thüringer Klassiker wie er in unserer Familie mit Wurzen im Süden Thüringens zubereitet wird, braucht es eine große Schüssel, gute Nackensteaks und Zeit.

Zubereitung 

Kaufen Sie sechs frische Nackensteaks beim Fleischer. Die Steaks sind durchwachsen, das Fett gibt den Geschmack. Die cira zwei Zentimeter dicken Scheiben kommen zu Hause kurz unter den Klopfer und werden so noch zarter. Während die Steaks ausruhen, rühren Sie die Marinade an:

Lesen Sie dazu auch: DDR-Klassiker: Kennen Sie noch „Affenfett“? So schnell zaubern Sie den Brotaufstrich aus Honeckers Zeiten! >>

Marinade für Thürnger Rostbrätl

Sie brauchen: 500 ml Senf, am besten Bautzner oder Born-Senf, 7 weiße Küchenzwiebeln in Scheiben geschnitten, wer mag gibt drei Zehen Knoblauch in Scheiben dazu. Außerdem ein Viertel Liter Bier, gern Schwarzbier oder aber jedes andere, das schmeckt, die Reste muss man natürlich gleich vernichten, einen halben Esslöffel Salz, einen halben Esslöffel Pfeffer.

Lesen Sie auch: Wurstgulasch wie in der DDR: So super-günstig und so lecker ist die Nudelsoße wirklich >>

Ale Zutaten  zu einer Marinade vermischen und in der großen Schüssel in Schichten mit dem Fleisch stapeln. Den Abschluss bildet die Marinade. Mit Frischhaltefolie oder einem passenden Topfdeckel zudecken und 24 Stunden, besser noch 48 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen. Vor dem Grillen werden die Zwiebeln und der Knoblauch abgestreift. Es wird ein weiteres Bier geöffnet und ganz entspannt bei nicht zu großer Hitze auf dem Rost gebraten. Wer mag, reicht angebratene Zwiebeln zum Rostbrätl, welches ohne jede weitere Schickimicki-Soße in einer Semmel, Berliner dürfen auch Schrippe sagen, genossen wird.