Unkraut jäten macht Hobby-Gärtnern nicht besonders viel Spaß - doch mit den richtigen Tricks geht es einfacher. Fotos: Imago/Westend61

Jeder Hobby-Gärtner kennt es – und ist genervt davon: Kaum beginnt die Saison, kaum blühen die ersten Blümchen und die ersten Pflanzen im Gemüsebeet, sprießt auch das Unkraut! Das Problem: Wer nicht gleich entschlossen gegen die wilden Nerv-Kräuter vorgeht, wird sie später nur schwer wieder los. KURIER hat drei Tipps, wie Sie dem Wildwuchs den Kampf ansagen!

Normalerweise wäre es ganz einfach: Chemie-Keule raus, Unkrautvernichter sprühen – doch zurecht verzichten viele Gärtner aus Umweltschutzgründen lieber auf solche deftigen Mittelchen. Doch es gibt auch Möglichkeiten, auf natürlichem Weg gegen das Unkraut zu kämpfen.

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Mit diesen Tricks lässt sich das Unkraut im Garten leicht entfernen

Zupfen und jäten. Ist zeitaufwändig und anstrengend, aber leider eine der effektivsten Lösungen. Besser und leichter geht es, wenn der Boden zuerst aufgelockert wird, beispielsweise mit einer Gabel. Dann lassen sich die lockeren Unkraut-Teile etwas besser entfernen.

Heißer Tipp: Unkraut lässt sich am besten jäten, wenn es geregnet hat, denn durch die Feuchtigkeit ist der Boden aufgeweicht, die Wurzeln können besser gezogen werden. Tipp: Das Unkraut sollte nicht auf dem Kompost entsorgt werden, besser in der Biotonne. Denn sonst besteht die Möglichkeit, dass die Nerv-Kräuter auf natürlichem Weg wieder zum Leben erwachen.

Vorbeugen. Hobby-Gärtner können auch vorbeugen, damit gar nicht erst Unkraut entsteht. Eine gute Möglichkeit – da sind sich zahlreiche Garten-Portale im Netz einig – ist das Mulchen. Dafür beispielsweise Rindenmulch oder Rasenschnitt drei Zentimeter dick auf die Beete aufbringen. Hilfreich ist es auch eine dichte Bepflanzung mit wuchsfreudigen Bodendeckern – breiten sie sich aus, nehmen sie den Unkrautpflänzchen das Licht, das sie zum Wachsen benötigen. Geeignet sind dafür etwa verschiedene Farn-Arten oder der Storchenschnabel.

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Unkraut in Fugen. Es ist wohl das lästigste, was ein Gärtner erleben kann: Unkraut in den Fugen, etwa zwischen Gehwegplatten, sieht einfach nicht schön aus. Doch es gibt Tricks, die beim Entfernen helfen können. Ein Fugenkratzer, den es für wenig Geld im Baumarkt gibt, hilft dabei, die Pflänzchen aus den Ritzen zu entfernen.

Außerdem ist Hitze hilfreich! Einfach Wasser aufkochen und auf die betroffenen Fugen schütten. Denn: Ab etwa 50 Grad werden die Pflanzenzellen zerstört, die Unkraut-Pflänzchen fallen in sich zusammen und können leicht entfernt werden.