Waschanlage für Fahrräder in Berlin zvg

In Berlin gibt es nichts, was es nicht gibt. Für alle diejenigen, die ihr Rad lieben und professionell putzen lassen wollen, gibt es sogar eine Fahrrad-Waschanlage. Jeden Donnerstag ist Fahrradwaschtag in der Waschanlage der Fahrradstation in Berlin.

Das Prinzip ist einfach und entspricht in etwa dem einer Autowaschanlage. In einer Box rotieren grüne Puschel um Speichen, Rahmen und Räder, per Hand kann nachpoliert und gewienert werden, wenn gewünscht. Eine Handwäsche kostet 39 Euro, die Wäsche in der Anlage (inkl. mit der Hand nachputzen und mit Pflegemittel polieren) knapp 20 Euro.  Auf der Webseite des Anbieters kann man Termine buchen.

Fahrradwaschanlage für alle Fahrräder nutzbar

„Unsere Fahrradwaschanlage ist für E-Bikes, Citybikes, Mountainbikes oder auch Pedelecs geeignet“, heißt es auf der Webseite der Fahrradstation, welche sich in der Dorotheenstraße 30, 10117 Berlin in der Nähe des Parkhauses am Bahnhof Friedrichstraße befindet.

Generell ist jetzt die beste Zeit, um das Rad nach dem Winter auf Vorermann zu bringen. Drahtesel brauchen Wartung und Pflege.

Einige Tipps  gibt der Fahrradklub ADFC und der Autoklub ACE:

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Reinigung des Fahrrads

Wer sein Rad selbst reinigen will, greift am besten zu Wasser, Lappen, Zahnbürste und etwas Spülmittel.  Eine Radreinigung ist nicht unbedingt sicherheitsrelevant, dient aber neben optischen Effekten auch der Pflege. Denn Dreck und anhaftendes Streusalz beschleunigen die Korrosion.

Es gibt auch spezielle Fahrradreiniger zum Aufsprühen. Von Dampf- oder Hochdruckreinigern raten Experten ab. Durch den hohen Druck entfernen diese nicht nur Schmutz, sondern auch sämtliches Öl und Fett etwa an der Kette. Zudem kann Wasser in Naben, Tretlager und andere Teile eindringen. Dann droht Rost.

Reifen am Fahrrad prüfen

Poröse und rissige Reifen sind ein Pannenrisiko. Sind Mäntel und Reifenprofile zu stark abgenutzt, sollten neue Reifen angeschafft werden. Der richtige Reifendruck hat großen Einfluss auf den Fahrkomfort, die Pannensicherheit und den Kraftaufwand beim Treten. Bei längeren Standzeiten verlieren viele Reifen Luft, auch wenn sie kein Loch haben. Lässt sich der Reifen mit dem Daumen leicht eindrücken, sollte er aufgepumpt werden.

Schrauben am Fahrrad nachziehen

Schrauben und andere Verbindungen können sich mit der Zeit lockern und sollten bei Bedarf nachgezogen werden. Vor allem Lenkervorbau, Lenkerstange und Sattel sollten vor dem Start unbedingt auf ihren Halt geprüft werden.

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Bremsen testen

Auch die Bremsen müssen dringend kontrolliert werden. Wichtig ist, dass sie genug Bremskraft entwickeln, sich frei bewegen lassen und die Bremsbeläge in gutem Zustand sind. Der ADFC rät, Bremsklötze auszutauschen, wenn die Querrillen nicht mehr deutlich zu erkennen sind oder sich eine Kante eingebremst hat. Die Bremsseile sollten Kappen an den Enden haben und nicht ausgefranst sein.

Bei Seilzugbremsen sollte zudem das Drahtseilsystem notfalls nachgezogen werden, weil es einrosten oder sich lockern kann. Bei hydraulischen Bremsen müssen die Leitungen entlüftet werden, wenn bei maximaler Handkraft weniger als ein Finger zwischen Bremshebel und Griff passt.

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Fahrradkette schmieren

Ist die Antriebskette verdreckt und schlecht geschmiert, kostet das Treten unnötig viel Kraft und verursacht unangenehme Geräusche. Fahrradfahrer sollten bei ihrem Frühjahrscheck deshalb ihre Kette mit einem Lappen von Sand und Dreck befreien. Anschließend sollte das Öl dünn und gleichmäßig aufgetragen werden. Wichtig bei Kettenschaltungen ist, anschließend alle Gänge durchzuschalten, damit das Öl sich auch auf allen Zahnrädern verteilen kann.

Licht kontrollieren

Scheinwerfer und Rücklicht sollten geprüft werden. Auch sollte geschaut werden, ob die Stecker des Lichtkabels an den Leuchten und am Dynamo festsitzen. Speichenreflektoren sind nicht nötig, wenn die Reifen reflektierende Streifen haben. Diese nutzen sich aber mit zunehmendem Alter ab.