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Juckreiz, Abgeschlagenheit: So gefährlich ist die Augengrippe

Auge

Adenoviren lösen die sogenannte Augengrippe aus. 

Foto:

Imago

Wie aus dem Nichts jucken und tränen die Augen. Dabei fühlt man sich müde und abgeschlagen. Bei diesen Symptomen kann es sein, man die Augengrippe erwischt hat, eine extrem ansteckende und schmerzhafte Bindehaut- und Hornhautentzündung Bei diesem Verdacht gilt: Ab zum Augenarzt!

Aktuell meldet das Gesundheitsamt der Stadt Bottrop eine dramatische Häufung von ansteckenden Augeninfektionen. Derzeit seien bereits 18 „laborgesicherte Fälle der Adenovirus-Infektion“ bekannt, so der Stand vom 13. Dezember.

Was ist die Augengrippe überhaupt?

Die durch Adenoviren verursachte Erkrankung heißt im Fachjargon „epidemische Keratokonjunktivitis“. Im Volksmund wird sie kurz Augengrippe genannt. Die Erkrankung ist hoch ansteckend. Sie beginnt meist plötzlich und führt nicht selten zu größeren Ausbrüchen.

Das sind typische Symptome

Zu den typischen Symptomen gehören gerötete, juckende, tränende Augen, geschwollene Lider, Lichtscheu und Fremdkörpergefühl im betroffenen Auge.

Wie lange dauert die Krankheit?

Die Inkubationszeit der Augengrippe beträgt fünf bis zwölf Tage, die Krankheit erstreckt sich über zwei bis vier Wochen. Achtung: akute Ansteckungsgefahr besteht für zwei bis vier Wochen.

Die für die Augengrippe verantwortlichen Virentypen sind sehr umweltbeständig und können bei Zimmertemperatur über Wochen ansteckend bleiben, so das Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen. In Bonn und Umland breitet sich das hoch ansteckende Virus gerade aus.

So steckt man sich an

Die Augengrippe verbreitet sich wie die normale Grippe über winzige Tröpfchen von Mensch zu Mensch – etwa beim Hand-Augen-Kontakt. Für eine Ansteckung reicht schon aus, das gleiche Handtuch, Türklinke oder die gleiche Kosmetik wie ein Infizierter benutzt zu haben. 

Bester Schutz: Auf die Hygiene achten

Der beste Schutz vor einer Ansteckung ist und bleibt strikte Hygiene. Das Landeszentrum Gesundheit NRW gibt praktische Tipps, wie Sie das Ansteckungsrisiko für sich und Ihre Mitmenschen gering halten:

 Fassen Sie sich nicht ins Auge

Am Tag fassen wir uns rund 14 Mal ins Auge. Dabei können unsere Finger Viren oder Bakterien von kontaminierten Türklinken, Wasserarmaturen, Handläufen in die Augen reiben und uns so infizieren.

Teilen Sie keine Gegenstände mit Anderen, die mit dem Auge in Berührung kommen

Achtung: Dazu gehören Brillen, Kinderspielzeuge, aber auch Fotoapparate und Ferngläser. Das gleiche gilt für Kosmetikprodukte wie Puder oder Gesichtscremes!

Waschen Sie sich regelmäßig die Hände mit Seife 

Die Hände mal kurz unter laufendes Wasser halten reicht nicht. Zum gründlichen Händewaschen gehören Seife und Zeit. So waschen Sie Ihre Hände richtig.

Handtücher und Waschlappen regelmäßig wechseln und bei 60 bis 90 Grad waschen

Meiden Sie nach Möglichkeit große Menschenansammlungen

Dazu zählen auch öffentliche Badeanlagen und Wellness-Einrichtungen, aber auch Ärzte-Wartezimmer.

(dmn)