Geocaches können überall versteckt sein - hier sucht ein Mann in einem hohlen Baum nach dem Schatz. imago/agefotostock

Das Wetter wird immer schöner, sogar der Sommer scheint nun endgültig da zu sein – Temperaturen von bis zu 30 Grad brachten Deutschland bereits am Donnerstag ganz schön ins Schwitzen. Da zieht es viele nach draußen, in Wald und Heide. Aber: Nur Wandern ist vielen zu langweilig – probieren Sie doch mal Geocaching aus! Die Schatzsuche per App hat sich in den vergangenen Jahren zu einem weltweiten Trend entwickelt. KURIER verrät, wie die Schnitzeljagd funktioniert – und was Sie wissen sollten, um Geocaching sofort auszuprobieren.

Moderne Schnitzeljagd: Was ist Geocaching überhaupt?

Geocaching ist eine moderne Schnitzeljagd, bei der mithilfe von Koordinaten nach Schätzen gesucht wird. Vereinfacht ausgedrückt: Jemand versteckt irgendwo auf der Welt einen Behälter, den „Cache“, und veröffentlicht die geografische Position im Internet. Andere können dann nach diesem Behälter suchen. Es geht beim Geocaching allerdings nicht um wertvolle Schätze: In den Behältern findet sich meist nur ein sogenanntes „Logbuch“, vergleichbar mit dem Gipfelbuch beim Bergsteigen. Der Finder kann sich eintragen und den Cache danach wieder für den nächsten Geocacher verstecken.

Der wahre Schatz des Geocachings liegt darin, kleine Abenteuer zu erleben – noch dazu sind die Behälter häufig an interessanten Orten versteckt. Beim Geocaching gilt: „Der Weg ist das Ziel“.

Wie funktioniert Geocaching: Das wichtigste in Kürze.

Wer mit dem Geocaching beginnen will, braucht zunächst eigentlich nur sein Smartphone. Es gibt zahlreiche Apps, mit denen man ganz simpel die ersten Caches finden kann. Die bekannteste ist jene des Portals „geocaching.com“ von der amerikanischen Firma Groundspeak.

Lesen Sie dazu jetzt auch: Versteckte Schätze im Wald: Darum ist Geocaching das perfekte Hobby für den Frühling! >>

Die App ist grundsätzlich kostenlos, die Anmeldung ebenfalls. Für den Anfang reicht das als Grundausstattung. In der Gratis-Variante werden aber nicht alle Geocaches angezeigt – für manche braucht man eine Premium-Mitgliedschaft, die knapp 30 Euro im Jahr kostet.

In den Geocaches findet sich meist ein Logbuch, in dem sich die Finder verewigen können. imago/epd

In der App werden die Caches angezeigt, zu denen man dann ganz einfach navigieren kann. Zu jedem Cache gibt es außerdem eine Beschreibung mit wichtigen Informationen und meist Hinweise darauf, wie der Schatz versteckt ist. So wird der Cache gesucht, das Logbuch unterschrieben und später alles wieder an der gleichen Stelle für die nächsten Geocacher versteckt. In der App oder über die Website www.geocaching.com wird der Besuch dann auch online geloggt.

Geocaching für Anfänger: Welche Cache-Typen gibt es?

Es gibt zahlreiche Geocache-Arten. Der sogenannte „Traditional Cache“ ist die klassische Variante: Ein Behälter mit einem Logbuch. Wer ihn suchen will, bekommt im Netz oder über die App die Koordinaten, besucht den Ort und sucht den Schatz.

Jetzt auch lesen: Schreiben Sie mal eine Karte! Warum es so schön ist, endlich wieder Post im Briefkasten zu haben >>

Beim „Mystery Cache“ muss vorher ein Rätsel gelöst werden, um überhaupt den Ort zu erfahren, an dem der Schatz versteckt ist. Zu den bekannteren Arten gehört auch der „Multi Cache“ – dabei geht es entlang mehrerer Stationen wie bei der klassischen Schnitzeljagd zum Versteck des Geocaches.

Ebenfalls beliebt: Die „Virtual Caches“ – hier wird kein Behälter gesucht, sondern ein bestimmter Ort, an dem dann meist ein Foto gemacht werden muss. Zudem gibt es „Letterboxen“, bei denen es darum geht, anhand von Wegbeschreibungen versteckte Behälter mit Stempeln zu finden, die man dann in einem kleinen Stempel-Buch sammelt.

Vor allem in Wäldern sind die Geocache-Behälter zu finden. Mal sind sie kleiner, mal größer. imago/Panthermedia

Was braucht man noch für das Geocaching?

Das ist unterschiedlich: Es gibt verschiedene Arten, Geocaches zu verstecken – und manchmal ist dafür auch eine bestimmte Ausrüstung nötig. Hinweise darauf geben die Geocache-Beschreibung und die Bewertungen der Schwierigkeit und des Geländes.

Lesen Sie dazu jetzt auch: Geheimtipps: Hier können Sie gratis Tiere gucken! Warum wir im Frühling mit offenen Augen durch die Welt gehen sollten >>

Beispiel Gelände: Einer von fünf Sternen steht hier für einfaches Terrain, fünf Sterne eher dafür, dass beispielsweise professionelle Kletterausrüstung gebraucht wird, um den Cache zu bergen. Auch spezielles Werkzeug ist manchmal erforderlich – vom Magneten an der Schnur, um einen Cache aus einem tiefen Rohr herauszuholen, bis zur Angelrute, mit der in Bäume gehängte Geocaches heruntergefischt werden können.

Wer versteckt diese Geocaches eigentlich?

Die Nutzer selbst! Es gibt etwa zwölf Millionen aktive Geocacher auf der ganzen Welt, außerdem rund drei Millionen registrierte Geocaches. Jeder Geocacher kann eigene Schätze verstecken, nach denen andere dann suchen können. Auch dafür gibt es aber ein paar Regeln. Für den Anfang empfiehlt es sich, nur Caches zu suchen – erst mit der Erfahrung lässt sich schließlich herausfinden, welche Verstecke für Geocaches geeignet sind und welche eher nicht.

Jetzt auch lesen: Sie wollen mal wieder Post bekommen? Dann probieren Sie mal Postcrossing! Noch nie gehört? Wir verraten, wie es geht – und was Sie wissen müssen >>