Ameisen treten in großer Zahl auf und werden daher schnell lästig – Hobbygärtner können ihnen aber mit einfachen Mitteln Grenzen setzen.
Ameisen treten in großer Zahl auf und werden daher schnell lästig – Hobbygärtner können ihnen aber mit einfachen Mitteln Grenzen setzen. Andrea Warnecke/dpa

Sie sind klein, flink und superlästig: Ameisen können schnell zur richtigen Plage werden. Wenn sie sich in Ihren Beeten breitgemacht haben, ist guter Rat teuer. Denn die Krabbelviecher nerven nicht nur unglaublich doll, sie zerstören im schlimmsten Fall auch Ihr Beet. Was Sie tun können, um Ameisen im Garten loszuwerden, welche Hausmittel helfen und warum Sie die Finger von Chemiekeulen lassen sollten, verraten wir hier.

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Warum sollten Sie Ameisen im Hochbeet nicht dulden?

Abgesehen davon, dass Ameisen total nervig sind, besteht auch eine reelle Gefahr, dass sie Ihr liebevoll angelegtes Beet zerstören. Sie haben im Hochbeet zum Beispiel Zucchini und Tomaten angebaut? Lassen Sie sich die Ernte nicht von lästigen Ameisen vermiesen.

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Denn Ameisen schädigen durch ihr unterirdisches Netz an Gängen und Tunneln ihre Pflanzen. Sie beschädigen Wurzeln und heben sie im schlimmsten Fall aus. Dann wird das Gemüse nicht mehr mit ausreichend Nährstoffen versorgt und geht ein. Tun Sie also etwas, wenn sie Ameisenbefall bemerken.

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Warum sind chemische Ameisen-Entferner keine gute Option?

Natürlich könnten Sie im Baumarkt oder über den Online-Versand einfach eine Chemiekeule bestellen, die die Ameisenplage in Ihrem Garten vernichtet. Eine gute Idee ist das aber nicht. Denn in chemischen Schädlingsbekämpfern sind fast immer Biozide enthalten. Und wer will das Gift schon zwischen seinem Obst und Gemüse verteilen. Klar, dass dann auch die Ernte kontaminiert ist und die Chemie später auf Ihrem Teller landet. Keine gute Idee.

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Ameisen im Garten bekämpft man am besten mit Hausmitteln.
Ameisen im Garten bekämpft man am besten mit Hausmitteln. imago/imagebroker

Welche Hausmittel helfen gegen Ameisenbefall im Garten?

Hausmittel sind die bessere Wahl und mindestens genauso gut in Sachen Schädlingsbekämpfung. Alles, was Sie brauchen, haben Sie garantiert zu Hause. Probieren Sie es sofort aus.

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Wasser: Klingt fast zu einfach um wahr zu sein, kann aber sehr effektiv sein. Fluten Sie Ameisennester im Hochbeet zweimal täglich mit dem Gartenschlauch – und das über mehrere Tage hinweg. Die Ameisen werden das Weite suchen.

Zimt: Ameisen orientieren sich über Duftstoffe – sie haben ein feines Näschen. Und das kann bestimmte Gerüche so gar nicht ab. Dazu zählt auch Zimt. Und so geht’s: Stechen Sie mit einem Stäbchen mehrere Löcher rund um das Ameisennest und streuen Sie Zimt hinein. Die Ameisen werden sich ganz schnell von allein verziehen. Dieser Trick klappt übrigens auch mit Nelken, Lavendel oder Majoran.

Räucherstäbchen: Klingt esoterisch, ist aber total effektiv: Vertreiben Sie die Ameisenplage mit einfachen Räucherstäbchen aus der Drogerie. Stecken Sie diese einfach in den Boden neben dem Nest, zünden Sie sie an und lassen Sie sie ihre Wirkung entfalten.

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Kann man Ameisen auch Umsiedeln?

Wer auf Nummer sicher gehen will, siedelt die Ameisen am besten um. Das ist nicht schwierig, garantiert aber, dass das Nest später an einer nicht störenden Stelle einen neuen Platz bekommt. Alles, was Sie tun müssen, ist einen Tontopf mit Erde und Holzwolle zu füllen und den über das Nest zu stellen. Die Sonne wärmt den Topf und bereitet den Ameisen somit ein schönes neues Nest. Nach einigen Tagen haben die Ameisen den Topf besiedelt und er kann umziehen.