Geranien blühen prächtig, werden deshalb von vielen Hobby-Gärtnern eingesetzt. Doch die Pflanzen haben einen Haken. dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Wer sich momentan in der Umgebung umschaut, sieht sie überall: Knallbunte Geranien! Die Pflanzen gehören zu den absoluten Klassikern, wenn es darum geht, dem Balkon, Garten oder den Pflanzkästen auf den Fensterbrettern etwas Farbe zu verpassen – die dankbaren Blumen verwandeln jede Mini-Oase in ein Blütenmeer. Aber: Wer der Natur etwas Gutes tun will, wollte auf die Pflanzen lieber verzichten. Wir verraten den Grund – und erklären, was Hobby-Gärtner tun sollten.

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Zugegeben: Geranien sind recht dankbare Pflanzen. Sie sind günstig, blühen prächtig – und das funktioniert oft auch bei jenen, die keinen grünen Daumen haben. Es gibt nur ein Problem: Für die Bienen, deren Bestäubungs-Arbeit für die Umwelt so wichtig ist, sind die Pflanzen eine Mogelpackung. Zwar suggerieren sie den Bienen mit ihrer knalligen Farbe, dass es hier in Sachen Pollen viel zu holen gibt, aber in Wirklichkeit findet die Biene in den Blüten kaum etwas.

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Geranien haben sogenannte „gefüllte Blüten“, sie sind schlecht für Bienen

Es handele sich um sogenannte gefüllte Blüten – hier wurden die Staubblätter, an denen die Bienen eigentlich Pollen finden, zu Blütenblättern umgewandelt, berichtet „Utopia“. Das macht Geranien zu farbenfrohen und prächtigen Pflanzen, für die Bienen sind sie aber völlig nutzlos. Hobby-Gärtner sollten auf die Pflanzen deshalb im besten Fall verzichten. Es gibt zwar auch Geranien-Arten, bei denen Pollen zu finden sind, etwa manche Hänge-Geranien, aber besonders viel ist es nie.

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Wer den Bienen etwas Gutes tun will, sollte Geranien immer mit insektenfreundlicheren Pflanzen kombinieren. imago/Panthermedia

Auch Petunien, Fuchsien und Begonien sind nicht gut für Bienen

Zu den Pflanzen, die für Bienen nicht viel zu bieten haben, gehören übrigens auch Begonien und Petunien, aber auch Fuchsien. „Fuchsien haben nur mäßig Nektar und geringe Pollenmengen im Angebot. Sie werden von Honigbienen nicht angeflogen, von einigen Wildbienen schon. Fuchsien sind aber nicht die beste Wahl, es gibt zahlreiche Balkonpflanzen, die weitaus attraktiver für sowohl Wildbienen als auch Honigbienen sind“, erklärt Corinna Hölzel vom Naturschutzbund BUND.

Also:  Hobby-Gärtner, die schon Geranien oder andere Arten gepflanzt haben, etwas tun: Man kann die Pflanzen nämlich mit bienenfreundlicheren Arten kombinieren! Wer nach solchen Pflanzen sucht, sollte sich im Gartenmarkt beraten lassen. Ein heißer Tipp: Küchenkräuter, also etwa Zitronenmelisse, Pfefferminze, Thymian, Lavendel, Bohnenkraut, Salbei und Oregano enthalten, wenn sie zur Blüte kommen, viele Pollen – und sind sehr gut für die Bienen.

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