Wenn der Rasen nach der großen Hitze verbrannt ist, bedarf es einer besonders intensiven Pflege.
Wenn der Rasen nach der großen Hitze verbrannt ist, bedarf es einer besonders intensiven Pflege. Berliner KURIER/Dajana Rubert

Da hat man sich den ganzen Frühling über liebevoll um seine grüne Oase gekümmert, hat den Rasen vertikutiert, gedüngt und nachgesät. Ihn gehegt und gepflegt. Und dann kommt die große Hitze und binnen weniger Tage ist das ehemals satte Grün gänzlich verbrannt und braun. Kann man den Rasen nun noch retten? KURIER erklärt, was bei verbranntem Rasen wirklich hilft.

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Warum ist der Rasen verbrannt?

Sie haben Ihren Rasen in den letzten Tagen ordentlich gewässert – verbrannt ist er trotzdem? Das kann verschiedene Gründe haben. Denn so gut gemeint die Rasenpflege vieler Hobbygärtner ist, so schlecht ist sie gemacht. Zwei Faktoren spielen eine Rolle, wenn der Rasen braun geworden ist.

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Mähen: Natürlich kann (und sollte) man nicht über Wochen hinweg auf das Mähen verzichten, wenn die Sommer-Hitze dem Rasen zu schaffen macht. Aber man sollte sich durchaus bewusst sein, dass gerade frisch geschnittener Rasen sehr empfindlich ist. Deshalb: Mähen Sie Ihren Rasen niemals in der Mittagshitze. Am besten suchen Sie sich einen der wenigen kühleren Tage zum Mähen aus. Ist das nicht möglich, verschieben Sie das Mähen so weit es geht in die Abendstunden (aber bitte nicht zu spät, die Nachbarn werden es Ihnen danken).

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Wässern: Richtig ist: Es kann nicht genug Wasser für den Rasen sein! Richtig ist aber auch: Man sollte den Rasen nicht zu jedem Zeitpunkt bewässern. Der Hauptgrund für verbrannten Rasen ist die falsche Zeit zum Sprengen. Denn wer seinen Rasen in der Mittags-Hitze bei praller Sonneneinstrahlung wässert, unterschreibt damit sein Todesurteil. Der Grund: Wasser wirkt in der Sonne als Brennglas, der Rasen verbrennt. Deshalb sollten Sie den Rasen in den Sommermonaten immer erst in den Abendstunden bewässern.

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Beim Rasen-Wässern gilt im Sommer: Viel hilft viel. Gerade wenn Sie verbrannten Rasen retten wollen, braucht er viel Wasser.
Beim Rasen-Wässern gilt im Sommer: Viel hilft viel. Gerade wenn Sie verbrannten Rasen retten wollen, braucht er viel Wasser. imago images/Gottfried Czepluch

Wie wird der Rasen wieder grün?

Ist der Rasen erst einmal verbrannt, bedarf es einer besonders intensiven Pflege, um ihn wieder fit zu kriegen. Das A und O ist auch hier Wasser. Viel Wasser! Aber auch eine gute Portion Dünger ist notwendig, um den Rasen wieder aufzupäppeln. Denn der Boden braucht viele Nährstoffe, damit sich die Rasenpflanze erholen kann. Wichtig: Sprengen Sie den Rasen direkt nach dem Düngen kräftig. Und anders als beim Wasser gilt hier nicht, viel hilft viel. Halten Sie sich an die Mengenangabe des Herstellers beim Düngen.

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Vertikutieren als letzte Rettung – hilft das wirklich?

Wenn die Rettungsaktion nach sieben Tagen keine Wirkung zeigt, können Sie davon ausgehen, dass Ihr Rasen an den verbrannten Stellen leider abgestorben ist. Dann hilft nur noch vertikutieren. Damit werden die abgestorbenen Pflanzen aus dem Boden entfernt. Und man hat zunächst eine kahle Stelle im Garten. Hier muss neuer Rasen nachgesät werden. Wichtig: Die Nachsaat immer feucht halten, dann keimt sie schnell und Sie haben bald wieder einen schönen grünen Rasen.

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