Es gibt nicht wenige Pflanzen, die man schon im Sommer säen sollte, damit sie im kommenden Jahr eine kräftige Blüte haben. Stiefmütterchen zählen zu diesen sogenannten Zweijährigen.
Es gibt nicht wenige Pflanzen, die man schon im Sommer säen sollte, damit sie im kommenden Jahr eine kräftige Blüte haben. Stiefmütterchen zählen zu diesen sogenannten Zweijährigen. IMAGO/Westend61

Sie lieben es, wenn es in Ihrem Garten blüht und gedeiht? Wenn Insekten Leben in den Garten bringen? Dann sollten Sie jetzt schon alles für das Blütenmeer im kommenden Jahr vorbereiten. Denn es gibt nicht wenige Pflanzen, die im Sommer gesät werden müssen, um ein Jahr später in voller Pracht dazustehen. Das betrifft alle sogenannten Zweijährigen. Noch nie gehört? Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht oder auch Akelei gehören dazu. Genauso wie Muskatellersalbei, Königskerze, Nachtkerze, Fingerhut oder Stockrose. Was Sie jetzt wissen müssen – der KURIER verrät’s.

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Was sind sogenannte Zweijährige in der Pflanzenwelt?

Unter Zweijährigen versteht man Pflanzen, die nicht im gleichen Jahr blühen, in dem sie ausgesät wurden, erläutert die Bayerische Gartenakademie. Während sie im ersten Jahr nur Wurzeln und Blätter bilden, in denen sie Nährstoffe speichern, und unter der Kälteeinwirkung von Spätherbst und Winter Blütenknospen produzieren, steht im Folgejahr die Blüte an. Nachdem sie Samen entwickelt haben, sterben Zweijährige schließlich ab.

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Wie pflanzt man Stiefmütterchen und Co im Sommer an?

Ausgesät werden die neuen Zweijährigen schon jetzt im Sommer, vor der Blüte der Mutterpflanze. Entweder man gibt die Samen in Anzuchtschalen und setzt die herangewachsenen kleinen Pflanzen dann erst in den Garten. Oder man macht es sich den Experten zufolge einfacher: Man verstreut mit breiten Würfen das Saatgut einfach direkt im Beet. Für einen prächtigen, naturbelassenen Garten kann es nichts Schöneres geben als ein Blumenbeet, das so gepflanzt wurde.

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Um sich im nächsten Jahr an einem üppigen Stiefmütterchen-Beet zu erfreuen, muss man jetzt schon säen.
Um sich im nächsten Jahr an einem üppigen Stiefmütterchen-Beet zu erfreuen, muss man jetzt schon säen. dpa/Hauke-Christian Dittrich

Worauf muss man bei der Pflege junger Stiefmütterchen und anderer Zweijähriger achten?

Durch das Ansähen werden vermutlich zu viele Pflanzen austreiben, die dicht an dicht stehen. Hier muss man ein paar überzählige Pflanzen entfernen oder die Sämlinge im Topf in größere Abstände auseinandersetzen; das wird Pikieren genannt.

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Die Ansprüche an den Standort im Garten sind niedrig: Viele der schon erwähnten Pflanzen säen sich selbst aus, wenn sie dürfen. Zweijährige wachsen auch da, wo kein Platz zum Pflanzen ist. Selbst in Mauerritzen und in Wegefugen erscheinen dann Blüten.

Man entfernt nur die Pflanzen, die an ungünstigen Orten stehen, stören oder zu viel sind. Die anderen lässt man blühen, Samen bilden und nimmt sie erst dann weg, wenn sie ausgesamt haben. Allerdings ist es wichtig, die blütenlose Jungpflanze zu kennen. Sonst reißt man sie als „Unkraut“ heraus.