Für eine prächtige Blüte müssen Rosen optimal gepflegt werden. Wir geben Tipps, wie es geht. IMAGO/YAY Images

Wir Menschen lieben die Rose – nicht umsonst wird sie die Königin der Blumen genannt. Doch Rosen sind auch anfällig für Krankheiten und nicht immer blühen sie so prächtig, wie man sich das vorstellt. Wir verraten, worauf Sie bei der Auswahl der richtigen Rose für Ihren Standort und bei der Pflege achten sollten.

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Welche Rose passt zu welchem Standort?

Je nachdem, wo die Rose künftig ihren Platz haben soll, ist die Wahl der richtigen Sorte ausschlaggebend für eine prächtige Blüte. Aber welche Rose passt zu welchem Standort? Bei der Auswahl hilft zum Beispiel das Prüfsiegel der ADR. ADR steht für die „Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung“, und sie gilt als eine der härtesten Rosenprüfungen der Welt. Rosensorten, die das Prüfsiegel erhalten, haben sich als besonders pflegeleicht und robust erwiesen.

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Unter www.adr-rose.de findet sich die Liste und eine Suchmaske, mit der man eine passende Auswahl für seinen Standort festlegen kann.

Wie sollte der Boden sein, wenn man eine Rose neu pflanzen möchte?

Rosen gedeihen am besten in einem mittelschweren, lehm-, humus- und sandhaltigen Boden, da dieser nicht nur Nährstoffe und Wasser gut halten kann, sondern auch durchlässig und locker ist, raten die Experten von Mein schöner Garten. Wer etwas Kompost in den Boden einarbeitet, sorgt für eine bessere Versorgung mit Nährstoffen für die Rose.

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Wie düngt man Rosen richtig?

Rosen gehören zu den Starkzehrer und benötigen deshalb ausreichend Dünger. Schon beim Einpflanzen sollte man die Pflanzen mit ausreichend Nährstoffen versorgen. Neben Kompost eignen sich auch Humus oder Hornspäne. Wichtig: Der Dünger sollte beim Anpflanzen nicht direkt ins Pflanzloch gegeben werden, sondern erst nach dem Setzen der Pflanze in die obere Bodenschicht eingearbeitet werden. Der organische Dünger sorgt dafür, dass die Pflanze zunächst einmal richtig anwächst und kräftige Wurzeln bildet.

In den Folgejahren ist Rosendünger die richtige Wahl. Im März/April und nach der ersten Blüte im Juni/Juli gegeben, sorgt er dafür, dass die Pflanze kräftig blüht.

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Der Schnitt im Frühling sichert langfristig eine prächtige Rosenblüte. Andrea Warnecke/dpa

Wann sollte man Rosen zurückschneiden?

Wer wissen will, wann er seine Rosen zurückschneiden kann, orientiert sich am besten an einer sogenannten Zeigerpflanze des phänologischen Kalenders: der Forsythie. Wenn Forsythien in Ihrem oder in Nachbars Garten zu blühen anfangen, beginnt in der jeweiligen Region der sogenannte Erstfrühling. In Rheinland-Pfalz erblühen die Forsythien meist im März, im Schwarzwald erst Ende April, berichtet Heiko Hübscher, Gärtnerischer Leiter des Rosengartens Zweibrücken.

Ist es also schon zu spät? Nein! Richtig zu spät kann man mit dem Schnitt kaum sein. Der Rosenprofi hat auch schon testweise erst Mitte Mai zur Schere gegriffen. „Und diese Rosen haben trotzdem schon am 20. Juni geblüht – dann blühen sie bei uns in Zweibrücken immer“, berichtet Hübscher.

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Sollte man Rosen zurückschneiden, auch wenn sich schon Knospen gebildet haben?

Wer seine Rosen jetzt zurückschneidet, schneidet mitunter auch einige Knospen ab. Da kann einem leicht das Gärtnerherz bluten. Doch es hilft nichts – und man tut der Pflanze was Gutes, wenn man sie zurückschneidet. „Der Schnitt ist nötig und er ist keine Brutalität an den Pflanzen. Denn die Rosen werden mit jedem Jahr anfälliger für Krankheiten – und irgendwann auch zu hoch“, erklärt Heiko Hübscher.

„Wird der Stock zu hoch, treiben unten keine Knospen mehr aus. Dann hat man dort nur noch Laub oder die Rose wird unten ganz kahl“, meint Heiko Hübscher. Ein regelmäßiger Schnitt kann die Lebenserwartung einer Rose erhöhen – auf 25 bis 50 Jahre.

Welche ist die „Rose des Jahres“ und warum?

Diese Auszeichnung „Roses des Jahres“ vergeben die Mitglieder der Deutschen Rosengesellschaft jedes Jahr einer herausragenden Rose. Im Jahr 2022 ist es die Kletterrose „Perennial Domino“ geworden. Sie wächst kraftvoll und trägt eine reiche Blüte in Glutrot. Da diese in der Mitte offen ist, können Bienen und Hummeln einfacher an Nektar und Pollen gelangen.