Lavendelblüten lassen sich nun noch ernten und trocknen. Im Kleiderschrank sorgen sie dann dafür, dass Motten fern bleiben.
Lavendelblüten lassen sich nun noch ernten und trocknen. Im Kleiderschrank sorgen sie dann dafür, dass Motten fern bleiben. Kai Remmers/dpa-tmn

Er verbreitet Urlaubsfeeling auf Balkon, Terrasse und Garten: der Lavendel. Mit seine blauen Blüten und dem unverwechselbaren Duft gehört die mediterrane Pflanze einfach zum Sommer. Aber wie pflegt man die Pflanze eigentlich richtig? Wir haben Profi-Gärtner gefragt.

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Woher stammt der Lavendel?

Der herbsüße Duft war schon bei den Römern beliebt, die ihn für Bäder verwendeten: Lavendel leitet sich von Lavare ab, dem lateinischen Wort für Waschen. Zwar reinigt Lavendel selbst nicht, doch er umgibt mit einem Geruch von Klarheit und Frische. Die Römer waren es auch, die das aromatische Sträuchlein mit nach Germanien brachten.

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Der beste Standwort für den Lavendel

Der bienenfreundliche Halbstrauch stammt aus dem Mittelmeergebiet und benötigt deshalb einen sonnigen und warmen Standort im Garten oder auf dem Balkon. Auch der Boden sollte trocken und mittelschwer bis sandig-kiesig sein. Wenn Sie Ihren Lavendel im Topf anpflanzen, ist eine Lage Kies oder Blähton als Drainageschicht das A und O, raten due Experten von „Mein schöner Garten“.

Der beste Schnitt für den Lavendel

Er verbreitet Urlaubsfeeling auf Balkon, Terrasse und Garten: der Lavendel.
Er verbreitet Urlaubsfeeling auf Balkon, Terrasse und Garten: der Lavendel. Silas Stein/dpa

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Blau leuchten dichte Lavendelfelder in der Provence. Im heimischen Garten fällt der Blütenregen dagegen meist spärlicher aus. Das liegt an der weniger intensiven Sonne. Aber oft wird Lavendel auch zu wenig geschnitten. Ohne regelmäßigen Rückschnitt entwickeln sich lange verholzte Zweige, an deren Enden von Jahr zu Jahr weniger beblätterte Kurztriebe sitzen. Nur aus diesen Kurztrieben entwickeln sich die Blütentriebe.

Ungeschnittener Lavendel ist außerdem empfindlicher gegenüber Frost. Seine hohen, wenig verzweigten Triebe bieten der Kälte eine größere Angriffsfläche als dichte, kompakte Büsche. Gesunder Lavendel braucht deshalb die Schere. Im Sommer nach der Blüte ist die beste Zeit für den Rückschnitt, dann beginnt die Pflanze gerade wieder neu zu treiben. Die grünen Triebe werden etwa um die Hälfte bis zwei Drittel gekürzt. Die abgeschnittenen Blütenstände und Blätter duften betörend und sind zum Wegwerfen viel zu schade. Sie lassen sich gut zu Duftkissen und Duftwässern verarbeiten.

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Welche Lavendelarten gibt es?

Neben dem Echten Lavendel werden zwei weitere Lavendelarten angeboten: Zahnlavendel (Lavandula dentata), der sich durch fein gezähnte Blättchen und mehr ins Purpurrote spielende Blüten vom Echten Lavendel unterscheidet, und Schopflavendel (Lavandula stoechas). Letzterer schmückt sich mit kurzen kräftigen Blütenähren, die von einem Büschel tiefvioletter Scheinblüten gekrönt werden. Duft gehört zu allen dreien - doch nur gute Nasen erkennen den Unterschied.

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Sind weltberühmt: die Lavendel-Felder in der französischen Provence.
Sind weltberühmt: die Lavendel-Felder in der französischen Provence. imago images/Cavan Images

Lavendel: Nicht jeder ist winterhart

Im Kübel kann Lavendel kalte Füße bekommen. Daher sollte der Kübel sicherheitshalber in Laub eingepackt beziehungsweise mit Noppenfolie oder einer Kokosmatte umwickelt werden. Grundsätzlich ist der echte Lavendel, botanisch Lavandula angustifolia, winterhart und überdauert die kalte Jahreszeit zwischen Rosen oder im Kräuterbeet ohne jeden Schutz im Freien, so der Zentralverband Gartenbau (ZVG) in Bonn.

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Im Gegensatz zum echten Lavendel sind der Zahn- und Schopflavendel aber nicht winterhart. Sie müssen daher rechtzeitig ins Haus geholt werden, damit die Kälte sie nicht umbringt. Kühl wollen sie stehen, möglichst nicht wärmer als zehn Grad Celsius, damit sie wirklich zur Ruhe kommen können.

Zum Schutz gegen Frost ist es sinnvoll, jeweils ein Stück Styropor unter die Lavendel-Gefäße zu legen. Auch regelmäßiges Gießen ist wichtig, damit die Pflanzen im Winter nicht vertrocknen.

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Mit Lavendel gegen Ameisen und Motten

Wenn mit dem Frühling auch die Insekten Einzug halten, sollte nicht gleich die chemische Keule eingesetzt werden. Gegen unliebsame Plagegeister helfen Hausmittel und moderne, umweltschondende Mittel ebensogut, rät die Verbraucher-Zentrale Hamburg. So können mit dem Duft von Lavendel Ameisen vertrieben werden. Motten seien weniger begeistert von frisch gewaschener als von getragener Kleidung.