Ein Pärchen Blauer Ölkäfer sitzt in einem Beet in einem Garten. Die Käfer sollte man nur betrachten, nicht anfassen! 
Ein Pärchen Blauer Ölkäfer sitzt in einem Beet in einem Garten. Die Käfer sollte man nur betrachten, nicht anfassen!  Frank Hammerschmidt/dpa

Wenn es im Frühling summt und brummt, gibt es viel zu entdecken. Daran haben vor allem Kinder ihre besondere Freude. Manche Krabbeltiere kann man vorsichtig auf die Hand nehmen. Bei anderen ist Vorsicht geboten: etwa beim  Ölkäfer. Er wird auch Maiwurm genannt. Lesen Sie hier, warum man sich vor ihm in Acht nehmen sollte. 

Die ein bis drei Zentimeter langen, blauschwarz glänzenden Ölkäfer sehen interessant aus. Aber bei ihnen gilt: Nur anschauen, auf keinen Fall anfassen! Darauf weist die Deutsche Wildtier Stiftung nachdrücklich hin. 

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Der auch Maiwurm genannte Käfer bildet das Gift Cantharidin 

Denn der Violette oder Schwarzblaue Ölkäfer, auch Maiwurm genannt, bildet an den Beinen ein Gift. Das Gift heißt Cantharidin. Der giftige Stoff schützt die Krabbeltiere vor Fressfeinden wie Ameisen oder Laufkäfern. Bei Menschen reizt es die Haut, sie rötet sich und bekommt Blasen. Wird ein Ölkäfer gar verschluckt, können Menschen daran sogar sterben.

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Wer mit dem Insekt in Berührung gekommen ist, sollte sich gründlich die Hände waschen und die betroffene Stelle danach kühlen. Bei Verschlucken eines Tieres kein Erbrechen auslösen, sondern zügig den örtlich zuständigen Giftnotruf anrufen.

Im Mai haben die Käfer Hochsaison. Zu erkennen sind sie an ihrem kleinen quer-ovalen Kopf und dem langen Hinterleib. Die schwangeren Weibchen haben unter den kurzen Deckflügeln einen deutlich geschwollenen Hinterkörper.

Ölkäfer gelten als gefährdet

So gefährlich die Ölkäfer aufgrund ihres Abwehrstoffes für ihre Feinde sind, so spannend sind sie für Naturfreunde. Die Käfer haben eine ausgeklügelte Strategie, sich fortzupflanzen - sie sind Schmarotzer in Wildbienennestern. „Ohne Wildbiene als Wirt kann der Ölkäfer sich nicht entwickeln. Sein Anblick ist also ein schöner Beleg dafür, dass Ihr Garten wildbienenfreundlich ist“, sagt Sophie Lokatis, Mitarbeiterin im Projekt „Berlin blüht auf - mehr Bienen für Berlin“ der Deutschen Wildtier Stiftung.

Weil die Tiere diesen komplizierten, auf Wildbienen angewiesenen Entwicklungszyklus haben und es immer weniger geeignete Lebensräume für sie gibt, gelten Ölkäfer als gefährdet. 

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