Ein Olivenbaum fühlt sich in der vollen Sonne pudelwohl. IMAGO/Shotshop

Der Olivenbaum gehört hierzulande zu den beliebtesten Kübelpflanzen. Fast jeder hat einen oder schon mal einen gehabt. Kein Wunder: Die Olivenbaum-Pflege ist im Sommer einfach, mit dem richtigen Wissen verleiht die Pflanze Balkon und Terrasse ein wunderbar mediterranes Flair. KURIER verrät, worauf Sie bei der Pflege achten sollte und was Sie tun können, wenn die Blätter vom Olivenbaum plötzlich gelb werden.

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Welcher Standort ist für den Olivenbaum ideal?

Olivenbäume sind mediterrane Pflanzen und lieben entsprechendes Klima. Ideal ist ein warmer, voll sonniger Platz auf dem Balkon, der Terrasse oder im Garten. Ein Olivenbaum sollte immer möglichst in der Nähe von (Häuser-)Wänden stehen, um ihn vor Zugluft zu schützen.

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Wie topft man den Olivenbaum richtig um?

Alle zwei Jahre sollte der Olivenbaum in einen fünf bis zehn Zentimeter größeren Topf umgetopft werden. Füllen Sie dazu zunächst eine Schicht Blähton als Drainage ein. Das verhindert später Wurzelfäule durch Staunässe. Als Erde eignet sich spezielle Zitruspflanzenerde. Sie ist strukturstabil, weist einen pH-Wert von 5 auf und enthält einen hohen Anteil an Tonmineralien, die wiederum für optimale Speicherung von Wasser und Nährstoffen verantwortlich sind. Tipp: Junge Olivenbäume können in den ersten drei bis vier Jahren im selben Topf bleiben.

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Kann man einen Olivenbaum einpflanzen?

Olivenbäume sind nur bedingt dazu geeignet, sie im Garten einzupflanzen. In Deutschland ist es dazu im Winter einfach zu kalt. Nach Möglichkeit sollte der Olivenbaum keinen Frost bekommen. Wer ihn in milden Regionen nahe einer Hauswand (die gibt im Winter Wärme ab) dennoch in den Garten pflanzen will, sollte ihn im Winter auf jeden Fall mit einem Vlies rund um die Wurzeln schützen.

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Ein junger Olivenbaum braucht erst nach drei bis vier Jahren umgetopft zu werden. IMAGO / Westend61

Wie sollte man den Olivenbaum gießen?

Olivenbäume sind genügsam und kommen phasenweise auch mit wenig Wasser zurecht. Dennoch ist es am besten, den Olivenbaum gleichmäßig feucht zu halten. Gießen Sie ihn am besten mit kalkarmem Regenwasser oder filtern Sie Leitungswasser, ehe Sie den Olivenbaum damit gießen. Überschüssiges Wasser muss nach dem Gießen aus dem Unter- oder Übertopf abgegossen werden, denn Staunässe verträgt der Olivenbaum gar nicht. Dann drohen seine Wurzeln zu faulen.

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Muss man einen Olivenbaum düngen – und wenn ja, wie?

Ab Mai sollte der Olivenbaum alle zwei bis drei Wochen mit Flüssigdünger im Gießwasser gedüngt werden. Zitrusdünger ist hierfür besonders gut geeignet, denn er ist optimal auf die Bedürfnisse mediterraner Gehölze abgestimmt. Tipp: Junge Olivenbäume brauchen weniger Dünger, hier reicht die Gabe alle vier bis fünf Wochen. Spätestens ab August sollten Sie das Düngen einstellen.

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Warum hat der Olivenbaum gelbe Blätter und was kann man dagegen tun?

Es gibt verschiedene Ursachen, warum sich die Blätter des Olivenbaums verfärben. Am Wahrscheinlichsten ist es, dass alte Blätter sich verfärben und dann abgeworfen werden – wie bei jedem anderen Baum auch.

Ist die Verfärbung jedoch großflächig, müssen die Bedingungen verbessert werden. Staunässe oder Stickstoffmangel können die Ursache sein. Topfen Sie den Olivenbaum in frische Zitruspflanzenerde um.

Möglicherweise hat der Olivenbaum auch Frost bekommen. Verbessern Sie die Bedingungen und gießen weniger. Mit etwas Glück gelingt die Olivenbaum-Pflege und das Gehölz regeneriert.

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Wie schneidet man den Olivenbaum richtig?

Beim Schnitt des Olivenbaums kann man nicht viel falsch machen. Am besten schneidet man im Frühjahr oder Frühsommer kümmerliche, dünne, nach innen wachsende und kranke Triebe und vertrocknete Blätter einfach ab. Dann bekommt der Olivenbaum eine dichte und harmonische Krone. Wichtig: Achten Sie auf eine scharfe Gartenschere und einen glatten Schnitt.