Akeleien bilden dünne, elegante Triebe mit Blüten, die oft nach unten zeigen. Andrea Warnecke/dpa

Sie ist eine der ganz klassischen Blütenpflanzen des Frühlings: die Akelei. Dabei ist die Staude alles andere als gewöhnlich. Experten verraten, was Sie über die Frühlingsblume in Ihrem Beet wissen müssen:

Wann blühen Akeleien und welche Farben haben sie?

Die Hauptblütezeit der Akelei ist im Mai. Die Blütenfarben reichen von Weiß, Rosa, Lila, Blau über Gelb und Orange bis hin zu einem dunklen Bordeauxrot. Sie sitzen auf dünnen langen Stielen und haben besondere Blüten mit Spornen. Diese Form verleiht den Akeleien etwas Skulpturales, findet Anja Maubach, Staudengärtnerin und Gartengestalterin aus Wuppertal. Dazu haben die Pflanzen eine Leichtigkeit, die bezaubernd wirke.

Wie vermehren sich Akeleien?

Die Akelei ist wie Konfetti, findet Staudengärtner Dieter Gaißmayer aus Illertissen (Bayern). Warum? Weil sich ihre Samen, sowie sie in die Luft gelangen, wie die kleinen bunten Papierstücke verteilen – einfach überall. In seinem Garten kann man sich deshalb in jedem Frühling auf Überraschungen freuen: Die Akeleien blühen nun auch an Stellen, wo sie vorher nicht zu finden waren. Und der Clou dabei: Die neue Generation kann sich in ganz anderen Blütenfarben kleiden als noch ihre Vorgängerin.

Wer das nicht mag, kann die Vermehrung aber auch verhindern. Wie? „Man schneidet die Blütenstiele ab, bevor die Samenkapseln reif sind“, erklärt Dieter Gaißmayer.

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Wie muss man die Akeleien pflegen?

Gärtnerin Anja Maubach weiß, dass die Akelei die perfekte Anfänger-Staude ist. Denn sie ist besonders pflegeleicht. „Verteilt man im Herbst oder Frühling Kompost auf dem Beet, reichen diese Nährstoffe aus, um Akeleien ausreichend zu versorgen“, erklärt die Expertin.

Die Akelei kommt an einem absonnigen bis lichtschattigen Platz am besten zur Geltung. IMAGO/blickwinkel

Welcher Standort eignet sich für Akeleien?

Große Ansprüche hat die Akelei nicht. Bei der Standortwahl kann man kaum etwas falsch machen. Aber an einem absonnigen bis lichtschattigen Platz kommen die Pflanzen am besten zur Geltung. Steht die Akelei in der Sonne, muss sie aber öfter gegossen werden. „Je sonniger der Standort, desto wichtiger ist eine gewisse Bodenfeuchte“, so Dieter Gaißmayer. Aber Achtung: Staunässe verträgt die Akelei nicht.

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Was passiert mit der Akelei nach der Blütezeit im Mai?

„Es handelt sich um Stauden, die sich schnell entwickeln, aber auch ebenso schnell wieder verschwunden sind“, weiß Anja Maubach. Nach der Blüte zieht sie das Laub. Die Wurzel beziehungsweise der Samen ruht im Boden bis zum Frühjahr. Das heißt auch, dass die Akelei nach der Blüte eine Lücke im Beet hinterlässt.

Daher sagt die Gärtnerin auch: „Es ist gut, wenn man Akeleien mit Blumen kombiniert, die im Hochsommer oder Herbst ihren Höhepunkt haben.“ Besonders gut eignen sich Pfingstrosen, deren Blüten zeitlich perfekt diesen Szenenwechsel übernehmen. Auch Weißer Fingerhut und Pfirsichblättrige Glockenblumen sind ein echter Kombinationstipp.