Viele Menschen hängen gern Meisenknödel auf, um den Vögeln eine Freude zu machen. Doch das ist nicht optimal, sagen Experten. Foto: Imago/MiS

Bei den frostigen Temperaturen freuen sich Vögel über Futter in Gärten, Parks oder Wäldern. Oft kommen Meisenknödel zum Einsatz, die als Mischung von Kernen, Getreideflocken und Fett Energie liefern. Dabei sollten Tierfreunde darauf achten, Futterkugeln ohne grünes oder gelbes Plastiknetz aufzuhängen, teilt die Aktion Tier mit. Die Experten warnen: Die Netze können schnell zur Todesfalle werden!

Das Problem: Sie haben viele Nachteile. „Vögel können sich beim Fressen mit ihren Krallen verfangen und im schlimmsten Fall sterben“, sagt Ursula Bauer von der Aktion Tier. Außerdem verwittern und verrotten die Netze nicht, weshalb viele Vögel sie zum Nestbau benutzen. Bessere und umweltfreundlichere Alternativen zum Plastiknetz sind lose Futterkugeln, die Verbraucher zum Beispiel auf einen Tisch im Garten, ein Brett oder einen Baumstumpf legen können. Eine andere Möglichkeit ist, die Kugeln an einer Hanfschnur aufzuhängen oder in ein spezielles Haltersystem geben. Nicht nur für Vögel selbst können die Kunststoffnetze zur Gefahr werden: Fallen die Netze herunter, können sich zum Beispiel kleine Wildtiere wie Mäuse darin verwickeln.

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In Berlin sind übrigens Haussperling, Kohlmeise und Nebelkrähe am häufigsten in Gärten und Parks anzutreffen. Der Haussperling, auch Spatz genannt, wurde bei der Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“ des Naturschutzbund Nabu rund 37 400 Mal gezählt. „Der Spatz ist aus Berlin nicht mehr wegzudenken. In anderen Großstädten Deutschlands nehmen die Bestände teilweise rapide ab“, sagte Ansgar Poloczek, Artenschutzreferent des Nabu Berlin. In der Hauptstadt wurden laut Nabu außerdem auffallend viele Ringeltauben und Stare gezählt. Beide Vogelarten seien Profiteure des Klimawandels. Die Daten bestätigten, dass Stare wegen der milden Winter nur noch kurz in den Süden ziehen oder in Deutschland überwintern.