Eine Biene sitzt auf einer der Blüte eines Schneeglöckchens. Foto: dpa/Kira Hofmann

Auch in Berlin genossen viele Menschen am Wochenende die Sonne, die warmen Temperaturen vertrieben den Winter, machten Platz für den Frühling – endlich! Auch an den kommenden Tagen soll die Temperatur hoch bleiben, sogar zu hoch für diese Jahreszeit. Viele zieht es angesichts des Wetters nach draußen, doch es lauern Gefahren – die Zeit der Pollen beginnt. Und Mediziner warnen vor gefährlichem Februar-Sonnenbrand!

Durch den langen Lockdown sind wir anfälliger für Sonnenbrand

Denn: Manche holen sich dabei gleich den ersten Sonnenbrand des Jahres! Kein Wunder: „Winterbedingt waren wir zuletzt nur sehr bekleidet unterwegs und pandemiebedingt ohnehin viel drinnen“, sagt Hautarzt Prof. Eckhard Breitbart aus Buxtehude. „Das heißt, unsere Haut hat sich in keiner Weise auf die UV-Strahlung vorbereitet.“ Deshalb seien die Menschen jetzt oft zu lange in der Sonne, sagt der Experte von der Deutschen Krebshilfe. „Eine von der Sonnenstrahlung entwöhnte Haut holt sich sehr schnell einen Sonnenbrand.“

Pollenallergiker müssen sich in den kommenden Tagen auf eine erhöhte Belastung durch Erlen- und Haselpollen einstellen. Foto: dpa/Wolfgang Kumm

Deshalb gilt auch im Februar: An Sonnenschutz denken. Also Kopf bedecken und Sonnenbrille aufsetzen. Freiliegende Hautstellen sollte man ausreichend eincremen. „Viele nehmen zu wenig“, so der Mediziner. Dann wirkt die Sonnencreme aber nicht wie gewünscht. „Für das Gesicht braucht man schon ungefähr die Menge eines gehäuften Teelöffels.“ Auskunft über die ultraviolette Strahlung in der Region gibt der UV-Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes (DWD) – bei Stufe 1 und 2 ist laut einer Übersicht des Bundesamts für Strahlungsschutz (BfS) noch kein Schutz erforderlich. Darauf allein sollte man sich allerdings nicht verlassen, rät Breitbart. Denn es könne sein, das lokal ein anderer UV-Indexwert herrscht, als auf der DWD-Karte angezeigt wird. Man tut deshalb gut daran, sich lieber zu schützen.

Für Allergiker beginnt die schlimmste Zeit des Jahres

Außerdem beginnt durch das milde Wetter sofort die Pollenzeit. In vielen Regionen Deutschlands gibt es schon eine geringe bis mittlere Belastung durch Hasel- und Erlenpollen. Dies zeigt der Pollenflug-Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Das seien Frühblüher, erklärt Lämmel. Auch Birke und Esche zählten dazu, doch die Pollen sind laut DWD-Index hierzulande noch nicht unterwegs: Mit Birken- und Eschenpollen sei je nach Witterung ab Mitte bis Ende März zu rechnen, sagt Sonja Lämmel vom Allergie- und Asthmabund.

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Für Betroffene heißt der Hasel- und Erlenpollenflug: Erste Beschwerden können sich bemerkbar machen – beispielsweise eine juckende Nase, tränende Augen, Husten, Atemnot oder allergisches Asthma. Auch Hautbeschwerden sind möglich. Pollenallergiker sollten sich auf jeden Fall jetzt wieder ihre antiallergischen Medikamente besorgen. Allergieasthmatiker prüfen, ob ihre Sprays noch haltbar sind – und sprechen eventuell noch mal mit ihrem Arzt, ob die Einstellung ihrer Medikamente so noch passt.