Am Sonntag, 25. Oktober, werden nachts die Uhren von drei auf zwei Uhr zurückgestellt. Das bedeutet auch für Haustiere Stress - wenn man sie nicht darauf vorbereitet. Fotos: imago images

Auch wenn sich die Sonne über Berlin immer wieder zeigt, lässt sich wohl mit Gewissheit sagen: Der Herbst ist da! Abends wird es früher dunkel und oft schon klirrend kalt. Die Veränderungen der düsteren Jahreszeit bekommen auch unsere Haustiere zu spüren. Sie leiden außerdem an der Zeitumstellung – wie auch viele Menschen. Tierschützer raten: Haustierbesitzer sollten ihre Lieblings schon jetzt auf die Umstellung der Uhren am 25. Oktober vorbereiten.

Gassi gehen, Futter fassen, spielen: Viele Haustiere, ob Hunde oder Katzen, gewöhnen sich im Laufe der Zeit an die festen Abläufe im Alltag – und reagieren sensibel auf jede Veränderung. Werden die Uhren umgestellt, stellt das auch die Tiere vor eine Herausforderung. Kommt das Futter plötzlich eine Stunde zu spät, hungert das Tier – und hat dafür keine Erklärung.

„Die meisten Heimtiere haben einen festen Rhythmus im Alltag. Vor allem Hunde und Katzen haben sich an bestimmte Routinen gewöhnt“, sagt Sarah Ross, Heimtier-Expertin bei der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“. Schon jetzt, spätestens eine Woche vor der Zeitumstellung können Herrchen und Frauchen ihre Tiere deshalb an die neuen Abläufe gewöhnen, „indem man Futterzeiten, Gassigehen oder Ruhephasen jeden Tag um etwa zehn Minuten verzögert“, sagt Ross.

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Nicht nur für die Vierbeiner, auch für viele Zweibeiner ist die Zeitumstellung ein Problem. Eine repräsentative Umfrage der DAK-Gesundheit zeigte im vergangenen Jahr: Fast jeder dritte Deutsche leidet beim Wechsel auf die Winterzeit unter Beschwerden. Die meisten Menschen fühlen sich schlapp und müde, gereizt oder leiden unter Einschlafproblemen.

Sogar zu depressiven Verstimmungen kann es kommen. „Psychische Probleme, die nach der Zeitumstellung auftreten, sind nichts Ungewöhnliches“, sagte Diplom-Psychologin Franziska Kath in einem Interview. „Die beste Medizin ist dabei auch die einfachste: Ruhe und ein paar Tage Geduld.“ Mehr als drei Viertel der Befragten waren im Rahmen der Befragung der Meinung, die Zeitumstellung müsse abgeschafft werden.

Am Sonntag, 25. Oktober, werden nachts die Uhren von drei auf zwei Uhr zurückgestellt. Ab dann gilt in allen Ländern Europas wieder die Winter- beziehungsweise Normalzeit.