Im Sommer schwitzen wir leicht - doch man kann etwas dagegen tun! Foto: imago/Panthermedia

Im Sommer wird wegen hoher Temperaturen ohnehin schon viel geschwitzt. Doch neben der Bewegung und der richtigen Kleidung kann auch die Ernährung einen großen Einfluss darauf habe, ob man eher viel oder wenig transpiriert. Darauf weist die Apothekerkammer in Niedersachsen hin.

Grob gesagt gilt: Wer wenig Fleisch ist, schwitzt weniger. Doch obacht: Auch die vegetarischen Alternativen wie Sojaprodukte und Hülsenfrüchte sind gleichermaßen schweißtreibend, da sie wie das Fleisch sogenannte Purine enthalten. Diese Purine werden überwiegend vom Körper selbst gebildet und sind ein wichtiger Bestandteil von Körperzellen. Sie werden aber eben auch über Lebensmittel aufgenommen, etwa auch aus Schalen- und Krustentieren sowie Kohl, Spinat und Spargel.

Wie es immer so ist: Da es Lebensmittel gibt, die für viel Schweiß sorgen, gibt es auch solche, die Linderung verschaffen können. Dazu zählen laut dem Portal eatsmarter vor allem Obst und Gemüse. Als Schweißhemmer gelten demnach auch Reis, frische Feigen und Zitronen, außerdem Tomatensaft. Wer all das nicht mag, kann auch einfach auf Nikotin, Koffein und scharfe Speisen verzichten. Auch das soll für Linderung sorgen.

Bakterien fühlen sich im Schweiß wohl

Eine Folge des starken Schweißgeruchs ist ein unangenehmer Körpergeruch. Denn dort, wo der Schweiß nicht abfließen oder abtrocknen kann, entsteht ein feucht-warmes Milieu. Darin fühlen sich Bakterien nicht nur wohl, im Schweißsekret finden sie auch Nahrung. Bei der Zersetzung des Sekrets entsteht der Muff.

Daher bietet es sich in der Tat an, Körperbehaarung zu entfernen und täglich zu duschen, um die Vermehrung der Bakterien zu vermindern. Laut der Apothekerkammer sei das Waschen mit antibakteriell wirkendem Salbeitee besonders wirksam. Gleiches gilt für Bäder mit einem Sud aus Eichenrinde.

Deos überdecken den Geruch, reduzieren aber nicht die Schweißmenge oder die Bakterienbildung. Eine Alternative kann daher sein, hochprozentigen Alkohol lokal aufzutragen, um die Vermehrung der Bakterien zu verringern. Allerdings reizt das die Haut stark. Alternativ hilft Körperpuder, der Feuchtigkeit bindet. Die Experten empfehlen ihn etwa für die leicht verschwitzten Stellen etwa unter der Brust.