Die Energiepauschale soll nun auch endlich für Studenten und Fachschüler verfügbar werden.
Die Energiepauschale soll nun auch endlich für Studenten und Fachschüler verfügbar werden. Anke Bingel/epd

Im September wurde die Finanzspritze angekündigt, jetzt nach einem halben Jahr können sich die ersten Studierenden und Fachschüler auf die langersehnte Energiepreispauschale von 200 Euro freuen. Ab diesem Freitag beginnt zumindest für einige die Auszahlung des Geldes im Rahmen einer Testphase. Ab kommenden Mittwoch können dann alle Berechtigten einen Antrag stellen.

„Die ersten Antragsteller werden die Einmalzahlung in Kürze auf ihrem Konto haben“, sagte Bildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) zum Start am Freitag. Etwa 12.800 Antragsteller hatten für den Probelauf der entsprechenden Antragsplattform im Internet („einmalzahlung200.de“) ihre Bewilligungsbescheide erhalten. Der durchschnittliche Aufwand zur Beantragung der 200 Euro liegt nach Angaben von Stark-Watzinger bei etwa drei Minuten.

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Steiniger Weg zur 200-Euro-Hilfe

Anspruch auf das Geld haben alle, die am 1. Dezember 2022 an einer Hochschule eingeschrieben oder zu diesem Zeitpunkt in einer Fachschulausbildung waren, das sind insgesamt etwa 3,5 Millionen Berechtigte. Der Weg zur Hilfe ist allerdings steinig, was im Vorfeld heftig kritisiert wurde. Voraussetzung ist nämlich das Anlegen eines BundID-Kontos. Dieses muss entweder mit einem Personalausweis mit Online-Funktion (eID) oder einem Elster-Zertifikat eingerichtet werden. Es kann alternativ aber auch ein einfaches BundID-Konto mit Nutzername und Passwort angelegt werden. Zusätzlich wird eine App benötigt, mit der man die Ausweisdokumente auslesen lassen kann, wie zum Beispiel die „AusweisApp2“.

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Energiepauschale wird nicht besteuert

Doch damit nicht genug: Zusätzlich wird noch ein Zugangscode benötigt, der von der Hochschule oder Ausbildungsstätte bereitgestellt wird. Erst mit diesem können Studierende, Auszubildende und Fachschüler das Antragsformular auf der Website aufrufen. Aber immerhin: Die Energiepreispauschale soll weder besteuert noch bei etwaigen Sozialleistungen angerechnet werden.

Die Sonderzahlung hatte die Ampel-Koalition schon im vergangenen September vereinbart. Die praktische Umsetzung gestaltete sich aber schwierig und zog sich über ein halbes Jahr hin. Eine schnelle Überweisung der 200 Euro wurde unter anderem dadurch ausgebremst, dass die Kontodaten aller betroffenen Studierenden und Fachschüler nicht zentral vorlagen.

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