Die Stiftung Warentest hat elektrische Zahnbürsten getestet. Gregor Fischer/dpa

Beim Kauf einer elektrischen Zahnbürste stellen sich einige Fragen: Lieber ein Modell mit rundem oder mit länglichem Bürstenkopf? Nutze ich eine App für mein Gerät? Und wie teuer darf die Bürste eigentlich sein? Die Stiftung Warentest hat sich jetzt 18 Modelle angeschaut und kommt zum Ergebnis: Auch günstige Zahnbürsten machen ihren Job gut.

Insgesamt schnitten 13 der 18 Geräte mit der Note „gut“ ab, für ein Modell gab es ein „befriedigend“, vier säubern die Zähne „ausreichend“. Getestet wurden unter anderem die Reinigungseigenschaften und die Handhabung sowie Haltbarkeit und Umwelteigenschaften. Das saubere Putzen machte dabei den Großteil der Gesamtnote (60 Prozent) aus, wie die Stiftung in ihrer Zeitschrift „test“ (Ausgabe 12/2021) berichtet.

Günstigstes Modell im Test: Die Müller Sensident Akku-Zahnbürste Perfect Clean Professional schneidet im Warentest-Urteil mit „gut“ (Note 2,3) ab. Stiftung Warentest/dpa-tmn

Die teuerste Bürste ist „gut“, die günstigste aber auch

Am besten reinigte das teuerste Modell im Testfeld, die Philips Sonicare 9900 Prestige (300 Euro). Im Gesamturteil mit der Note 1,8 liegt sie gleichauf mit der Philips Sonicare 9300 Diamond Clean Smart (250 Euro), welche laut Hersteller aber bald vom Markt geht.

Lesen Sie auch: Einfacher geht‘s nicht: Spannbettlaken zusammenfalten - mit dieser Technik gelingt es wirklich jedem

Gleich dahinter (Gesamtnote 1,9) folgt mit der Oral-B Genius X 20000N von Braun (104 Euro) ein deutlich preiswerteres Modell. Und das günstigste Modell im Test, die Sensident Akku-Zahnbürste Perfect Clean Professional der Drogeriekette Müller, kostet 16 Euro, es schneidet im Warentest-Urteil aber ebenfalls mit „gut“ (Note 2,3) ab.

Testsieger: Die Philips Sonicare 9900 Prestige reinigt die Zähne laut Urteil der Stiftung Warentest „sehr gut“ und landet im Gesamturteil bei der Note „gut“ (1,8). Stiftung Warentest/dpa-tmn

Unterschiede gibt es bei den Extras, manche Geräte verfügen über eine erweiterte Ausstattung und Zubehör wie USB-Kabel. Verschiedene Bürsten von Philips und Oral-B lassen sich zum Beispiel mit einer App koppeln, um das Putzverhalten besser zu kontrollieren. Auch der Preis der Bürstenköpfe, welche etwa alle drei Monate gewechselt werden sollten, kann bei der Anschaffung eine Rolle spielen. So kostet ein Bürstenkopf für das günstigste Modell von Müller 1,98 Euro, bei den Ersatzbürsten der Sonicare Prestige hingegen sind es 15 Euro.

Lieber vibrierend oder oszillierend?

Wer sich eine elektrische Zahnbürste zulegen will, hat grundsätzlich zwei Typen zur Auswahl: Schallzahnbürsten reinigen die Zähne durch Vibrationen und haben einen länglichen Bürstenkopf. Dagegen schwingen oszillierend-rotierende Modelle hin und her, die Bürstenköpfe sind bei diesen Modellen rund. Die Form bedingt zwar ein jeweils anderes Putzverhalten. Laut der Stiftung Warentest gibt es aber bei keinem der beiden Typen einen eindeutigen Vorteil bei der Zahnreinigung.