Der Elefantenfuß kann Monate ohne Wasser überleben, da es im keulenförmigen Stamm gespeichert ist Blumenbüro Holland

Der Elefantenfuß, auch als Beaucarnea, Flaschenbaum oder Wasserpalme bekannt, ist eine ideale Zimmerpflanze für Menschen, die häufiger mal das Gießen vergessen. Er kann nämlich in seinem auffällig verdickten Stamm, der eben an den Fuß eines Elefanten erinnert, Wasser speichern. Trotzdem sollten Sie bei der Pflege des Elefantenfußes einiges beachten:

Ursprünglich stammt die Pflanze aus Mexiko. An seinem natürlichen Standort kann das Agavengewächs zu einem acht Meter hohen Baum heranwachsen. Im Topf beträgt die Wuchshöhe aber selten mehr als 1,50 Meter. Mit zunehmendem Alter von Beaucarnea recurvata, so der botanische Name der Pflanze, verbreitert sich der „Fuß“, der zudem wie von derber Elefantenhaut überzogen wirkt.

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Der beste Platz für den Elefantenfuß

Die Pflanze bevorzugt helle bis halbschattige Plätze im Raum und sollte nicht direkter Mittagssonne ausgesetzt sein. Denn das kann zu Blattverbrennungen führen. Im Sommer kann die Beaucarnea recurvata also auch gerne draußen auf dem Balkon, im Garten oder der Terrasse stehen. Zugluft sollten Sie aber drinnen wie draußen unbedingt vermeiden.

Wie oft muss man den Elefantenfuß umtopfen?

Da der Elefantenfuß sehr langsam wächst, kann er lange im selben Topf bleiben und muss nur alle paar Jahre umgetopft werden. Die ideale Zeit zum Umtopfen ist im Frühjahr von Mitte Februar bis Ende März. Sie sollten eher ein flaches, nicht zu tiefes Pflanzgefäß wählen. Das Umtopfen ist erst fällig, wenn der breite Elefantenfuß-Stamm keinen Platz mehr im Topf hat. Und keine Sorgen: Nur zwei Zentimeter wächst der Elefantenfuß jedes Jahr.

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Achten Sie bei der Wahl der Erde für Ihren Elefantenfuß vor allem auf gute Durchlässigkeit und eine lockere Struktur. Diese Ansprüche erfüllt Kakteenerde aus dem Fachhandel gut, ebenso wie humusreiche Lauberde, die zur Hälfte mit grobkörnigem Sand vermischt wurde. Aber auch Erde, die mit Torf gemischt wurde oder Komposterde eignen sich gut für die Beacanea, raten Experten.

Der Elefantenfuß mag einen hellen Platz, aber nicht die direkte Sonneneinstrahlung am Fenster. Pflanzenfreude.de

Sparsam gießen und sehr wenig düngen

Wenn es ums Gießen und Düngen geht, macht der Elefantenfuß seinem pflegeleichten Ruf alle Ehre. Im Winter, während der Ruhezeit benötigt er zum Beispiel überhaupt kein Wasser. Ansonsten müssen Sie ihn sehr selten, dafür aber durchdringend gießen. Staunässe mag die Beaucarnea aber dennoch nicht: Sammelt sich Wasser im Übertopf, sollte es abgegossen werden, damit die Wurzeln nicht faulen. Ansonsten lagert die Beaucarnea das Wasser auf Vorrat - ähnlich wie bei den Kakteen - in ihrem dicken Stamm ein.

Der Elefantenbaum kommt mit wenigen Nährstoffen aus. Daher genügt eine Mini-Dosis flüssiger Kakteendünger im Frühling und eine im Sommer.

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So schneiden Sie den Elefantenfuß richtig

Die Pflege ist einfach: Harte, an den Enden schon leicht ausgefranste Blätter schneidet man ab. Dann wachsen aus der Mitte junge, feine Blätter nach.

Wird der Elefantenfuß zu groß, kann er auch zurückgeschnitten werden. Das ist das ganze Jahr über möglich. Wenn Sie den Stamm an der gewünschten Wuchshöhe kappen, verzweigt er sich in der Folge ansprechend und bildet neue Triebe.

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Ist der Elefantenfuß giftig?

Auch wenn es die Zimmerpflanze nicht vermuten lässt - ja, der Elefantenfuß ist giftig! Zur Abwehr von Krankheiten, Pilzen und Bakterien enthält er nämlich sogenannte Saponine. Die sind aber für Erwachsene nur in sehr großen Mengen giftig. Der Pflanzensaft kann bei Kontakt zu Hautreizungen führen und bei Wundkontakt können sich diese entzünden. Bei Kindern sollten Sie jedoch aufpassen, da schon kleine Menge zu einer Vergiftung führen können. Mögliche Symptome sind Krämpfe, Müdigkeit, blutiges Erbrechen, Sehstörungen, Schwindel und Übelkeit.

Bei Haustieren, vor allem bei Katzen, sollten Sie vorsichtig sein. Damit das Tier nicht an den Blättern knabbert und es dadurch zu starken Reizungen der Schleimhaut kommt, sollten Sie den Elefantenfuß unbedingt außerhalb der Reichweite von Katzen aufstellen.

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Achtung, Schädlinge!

Spinnmilben und Schildläuse, typische Schädlinge an Zimmerpflanzen, machen leider auch vor der Beaucarnea nicht halt. Sie treten vor allem bei zu trockener Raumluft auf. Einen Befall von Schmierläusen oder Wollläusen erkennen sie an weißen Gespinsten auf den Blättern. Entfernen Sie die betroffenen Stellen so schnell wie möglich und behandeln Sie die restlichen Blätter mit einer selbst gemachten Schmierseifenlösung.