Gefährliche Unaufmerksamkeit: Wer seine Autotür öffnet, muss sicherstellen, dass niemand gefährdet wird. Der sogenannte holländische Griff kann das Unfallrisiko verringern. dpa/Christin Klose

Es ist der Albtraum aller Radfahrer. Man fährt an einer Reihe parkender Autos vorbei und plötzlich öffnet sich eine Autotür – sogenannte Dooring-Unfälle („Door“,  auf Deutsch „Tür“) können für Radfahrer tödlich enden.

Mit dem sogenannten holländischen Griff lassen sich diese Dooring-Unfälle mit Radfahrern an der Autotür besser vermeiden. Die Fahrertür wird dabei immer von der rechten Hand geöffnet, damit der Oberkörper automatisch nach links für den Spiegel- und Schulterblick geht. Die Beifahrertür wird stets mit der linken Hand aufgemacht. Laut Auto Club Europa (ACE) gehört der Griff in den Niederlanden zum Standard in der Fahrschule. Daher der Name.

Führen Radwege direkt an parkenden Autos vorbei, ist das Risiko für solche Unfälle besonders hoch. Denn oft haben Radfahrer keine Chance mehr, rechtzeitig zu bremsen oder auszuweichen, wenn unachtsam eine Autotür geöffnet wird.

Abstand zu parkenden Autos und auffällige Kleidung

Radfahrer selbst können Dooring-Unfälle schwerlich verhindern. So müssten sie bei Tempo 20 circa elf Meter im Voraus erkennen, dass jemand die Autotür öffnen will, um noch rechtzeitig bremsen zu können. Sie können nur versuchen, das Unfallrisiko zu mindern. Der ACE rät daher, auf dem Fahrrad möglichst immer mindestens 80 Zentimeter Abstand zu parkenden Autos am Straßenrand zu halten.

Außerdem gilt es, aufmerksam auf Aussteigeindizien wie einschlagende Räder, Brems- und Rückleuchten zu achten. Helle und auffällige Kleidung sind zudem ratsam, um rechtzeitig erkannt zu werden.