Oft schält man Obst und Gemüse, obwohl das gar nicht nötig ist. imago/snapshot

Oft schält man Obst und Gemüse, obwohl das gar nicht nötig ist: Bei Äpfeln, Gurken und Karotten darf sie zum Beispiel dranbleiben. Auch die dünne Schale des Hokkaidokürbisses darf man mitessen. Sogar bei Roter Bete spricht nichts dagegen, die Haut mitzuessen – sie schmeckt allerdings deutlich kräftiger als die Knolle. Doch es gibt noch ein paar andere Obst- und Gemüsesorten, da lohnt es sich, das Schälmesser in der Küchenschublade zu lassen. Denn das kann nicht nur lecker, sondern vor allem auch gesund sein ...

Hokkaidokürbis

Hokkaido ist der Klassiker unter den Kürbissorten. Sein großer Pluspunkt: Seine Schale kann mitgegessen werden und sein festes Fruchtfleisch eignet sich für fast alle Gerichte. dpa-tmn/Christin Klose

Bei Kürbissen muss man sich in der Regel nicht auf das Fruchtfleisch beschränken – je nach Sorte kann meist bis auf den Stiel der ganze Kürbis verzehrt werden, bei den Klassikern Hokkaido-, Butternut- oder Muskatkürbis sogar mit der Schale.

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Bananen

Affen schälen Bananen, ähnlich wie Menschen. Aber: Sie essen auch oft die Schale nach dem Verzehr des Inneren, wenn sie noch Hunger haben. Zu Recht: Jene enthält zahlreiche Vitamine und Mineralien. Eine unbehandelte Banane kann man theoretisch mit Schale verspeisen, die zähe Konsistenz und der bittere Geschmack werden aber die meisten Menschen davon abhalten, die Schale roh mitzuessen. Tipp: Die Banane zehn Minuten im Ofen backen, durch die Hitze wird die Haut weicher und genießbarer.

Mango

Grün oder rot: Allein anhand der Farbe der Schale lässt sich nicht erkennen, ob eine Mango reif ist. dpa-tmn/Robert Günther

Auch bei einer Mango ist die Schale grundsätzlich essbar und zudem sehr gesund. Mit einer Einschränkung: Mangos enthalten das natürliche Allergen Urushiol, auf das sehr viele Menschen allergisch reagieren. Wichtig zu wissen: Die Farbe sagt nichts über die Reife aus, sondern hängt von der Sorte ab.

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Äpfel

Dass man bei Äpfeln die Schale mitessen kann, ist ein alter Hut. Doch wussten Sie eigentlich, dass sie mit Quercetin einen sekundären Pflanzenstoff enthalten, der als einer der stärksten Antioxidantien überhaupt gilt? Und zum Beispiel 100 Gramm ungeschälter Apfel enthalten etwa 16 Milligramm Vitamin C und 12 Mikrogramm Folat, dieselbe Menge geschält nur noch 8 Milligramm beziehungsweise 5 Mikrogramm, berichtet die Fachzeitschrift Ernährungs Umschau.

Möhre

Auch Karotten sollten besser nicht geschält werden: Eine dünne äußere Schicht enthalte 85 Prozent der als Krebs vorbeugend geltenden Pflanzenstoffe.

Kaki

Eine Kaki kann sogar mit Schale gegessen werden. dpa-tmn/Andrea Warnecke

Das süße Obst kann man auch unterschiedliche Weise verzehren: Man kann Kakis essen, indem man sie halbiert und auslöffelt – ähnlich wie Kiwis. Doch auch in dünne Scheiben geschnitten und sogar mit der Schale kann man die sogenannte Götterfrucht verzehren.

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Kiwi

Sie tragen die Frucht als Spitznamen und schälen sie nicht: Neuseeländer verzehren Kiwis mit ihrer Schale – das ist gar nicht mal so abwegig. Kiwi-Schalen enthalten neben wichtigen Vitaminen auch Ballaststoffe, die die Verdauung anregen: Einfach die feinen Härchen abbürsten und hineinbeißen.

Kartoffeln

Nicht nur bei Ofenkartoffeln, sondern auch bei Pommes oder Wedges: Viele Menschen verzehren Kartoffeln mit Schale. Und das ist auch nicht falsch. Vorsicht ist allerdings bei grünen Stellen oder sogar schon gekeimten Stellen geboten, diese enthalten nämlich Giftstoff.

Grüner Spargel

Grundsätzlich nicht geschält werden muss grüner Spargel. imago images/Chromorange

Grundsätzlich gilt: Grüner Spargel muss im Gegensatz zu weißem oder violettem Spargel nicht geschält werden. Falls das untere Ende der Stange etwas dicker ist, kann sie holzig und bitter schmecken. Dann empfiehlt es sich, nach der Sollbruchstelle zu suchen, indem man sanft den Spargel biegt. Dort, wo die Bruchstelle ist, beginnt er holzig zu werden. Grüner Spargel ist außerdem vitaminreicher als weißer oder violetter. Die grüne Sorte enthält mehr Vitamin C und Betacarotin, eine Vorstufe von Vitamin A.

Avocado

Obwohl die Avocado im Supermarkt oft beim Gemüse zu finden ist, gehört sie zu den Lorbeergewächsen und ist somit eigentlich eine Beere. Was die Avocado so gesund macht, sind vor allem die ungesättigten Fettsäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Je nach Sorte kann man auch die Schale der Avocado mitessen. Die beliebten Hass-Avocados sind dafür aber eher ungeeignet, da sie eine sehr dicke und extrem bittere Schale haben.

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Kumquat

Kumquats kommen immer unbehandelt in den Handel, insofern kann man auch hier unbesorgt in die Schale beißen. Und das lohnt sich: Die Frucht, die wie eine Mini-Orange aussieht, schmeckt herb süßsauer und passt zu süßen und herzhaften Gerichten.

Bio statt Pestizide

Grundsätzlich gilt, dass immer noch die meisten Obst- und Gemüsesorten mit Pestiziden und Pflanzenschutzmitteln behandelt werden, oft ist auf der Verpackung dann auch der Hinweis „Schale für den Verzehr nicht geeignet“ zu lesen. Greifen Sie am besten immer zu Bioprodukten, dann sind Sie auf der sicheren Seite.