Für manchen ist das Kofferpacken vor dem Urlaub eine echte Nervenprobe! IMAGO/McPHOTO/Pilsak

Eigentlich sollte das Kofferpacken doch die Vorfreude auf die Urlaubsreise steigern. Den meisten aber treibt es eher den Schweiß auf die Stirn. Es soll Menschen geben, die keine Lust auf Verreisen haben, weil man dafür vorher einen Koffer packen muss...

Dabei ist alles nur eine Frage des Systems. Kofferpacken muss nicht nervig sein. Eine Expertin weiß Rat.

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Was soll ich einpacken? Und wie kriege ich das alles am besten in meinen Koffer? Damit die Antwort auf diese Fragen nicht zum Stress wird, braucht es einen Plan. Dabei helfen können diese zehn „Pack-Hacks“. Unsere Experten-Tricks, die das Kofferpacken leichter machen:

1. Nur Kleidung einpacken, die sich gut kombinieren lässt

„Beim Reisen sollten Sie Kleidung mitnehmen, die sich vielseitig kombinieren lässt“, rät Sonja Garrison, Stilberaterin aus Königstein bei Frankfurt am Main. Ihre Devise: Lieber schlichte und einfarbige Basics, als zu viele extravagante Einzelteile. Mit Schmuck und Tüchern kann man die Outfits aufpeppen und verändern.

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Accessoires benötigen zudem nur wenig Platz im Koffer. Schmuck wird am besten einzeln in kleinen Stoffbeuteln verstaut. „So verheddert nichts und die Kleidung wird vor scharfen Kanten geschützt.“ Tatsächlich ist Garrison als Stilberaterin auch so etwas wie eine Kofferpackexpertin. Viele ihrer Kunden sind beruflich eine Menge auf Reisen und fragen sie entsprechend häufig nach Ratschlägen.

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2. Schweres nach unten legen

Kulturbeutel, Bücher und Schuhe gehören auf den Kofferboden beziehungsweise in die Nähe der Kofferrollen. Garrison empfiehlt, „die schwersten Stücke unten und mittig“ hinein zu legen. Andernfalls bringen sie die Ordnung im Koffer durcheinander und es entstehen Falten in der Kleidung.

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3. Flüssiges in einen Beutel

Duschgel, Shampoo und Cremes sind in kleinen Reisefläschchen und Tiegeln mit Schraubverschluss gut verpackt. Zusätzlich empfiehlt die Stilberaterin eine verschließbare Plastiktüte zum Umhüllen, falls etwas auslaufen sollte.

Profitippe beim Kofferpacken: Besser eng als zu locker packen! IMAGO/YAY Images

4. Rollen statt falten

„Schals, leichte Shirts und Hosen können Sie rollen statt falten“, sagt Garrison. Sie knittern dadurch weniger und lassen sich leichter verstauen. Die handlichen Klamotten-Rollen werden im Koffer verteilt, so dass eine ebene Fläche entsteht.

Darauf können gefaltete Blusen und Hemden liegen. Aber nicht zu lang: „Empfindliche Kleidung sollten Sie am Urlaubsziel schnell auspacken, so dass sie sich aushängen kann.“

5. Besser eng als locker packen

Ein weiterer Profi-Tipp für knitterfreie Wäsche: „Besser eng als zu locker packen.“ So wird die Kleidung „festgehalten“ und es entstehen weniger Falten, weil die Kleidung im Koffer nicht verrutscht.

Das gelingt natürlich nur, wenn die Koffergröße zum Inhalt passt. In einem Koffer, der nach dem Packen noch viel Füllraum hat, fällt die Kleidung zwangsläufig durcheinander. Umgekehrt kann ein kleinerer Koffer dazu ermutigen, mal etwas weniger einzupacken.

6. Lücken füllen, um Platz zu sparen

Sonja Garrison empfiehlt, die einzelnen Kleidungsstücke versetzt einzupacken. „Das ist platzsparender und hält die Kleidung besser zusammen.“ Hilfreich ist, die Lücken geschickt zu füllen. „Unterhosen und Socken sollten Sie daher als letztes einpacken“, rät sie. Die kann man auch stopfen.

Ein gut gepackter Koffer erspart viel Stress. IMAGO/YAY Images

7. Organizer und Schrankkoffer

Wer sich mit der Rolltechnik nicht anfreunden kann, aber dennoch Ordnung schaffen will, kann einlegbare Packtaschen verwenden. Diese Organizer seien nützlich, sagt die Stilberaterin. Die kleinen Boxen kann man sortiert nach Outfits befüllen und am Urlaubsort einfach direkt aus dem Koffer in den Schrank stellen.

Eine Alternative sind Schrankkoffer mit fest eingebauten Fächern. Garrison empfiehlt sie für längere Reisen mit vielen Zwischenstopps, weil man so nicht jedes Kleidungsstück ausräumen muss. Nützlich seien Schrankkoffer auch, wenn man neben Kleidung viele andere Dinge wie Bücher und Spielsachen unterbringen möchte. Die einzelnen Fächer helfen, den Überblick zu behalten.

8. Notfallsachen ins Handgepäck

Falls der Koffer auf der Flugreise verloren geht, sollte das Handgepäck für den Notfall ausgestattet sein. Zwar erstattet die Airline dann notwendige Noteinkäufe im gewissen Rahmen, aber es ist doch besser, vorbereitet zu sein: Also lieber Unterwäsche, ein paar Kosmetikartikel und einen wärmenden großen Schal einpacken, empfiehlt Garrison. Wertsachen und Elektronik wie Kamera oder Laptop gehören ohnehin ins Handgepäck, gleiches gilt für Medikamente.

Wichtig zu wissen: Alle Ersatz-Akkus, einschließlich Lithium-Metall- oder Lithium-Ionen-Zellen oder -Batterien, dürfen nicht im Koffer sein. Sie müssen mit in die Kabine. Darauf weist der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hin.

9. Mit Koffergurt und TSA-Schloss sichern

Hartschalenkoffer sollte man mit einem Kofferband beziehungsweise -gurt sichern, rät Sonja Garrison. So springen sie nicht plötzlich auf, wenn der Verschluss defekt ist. Eine andere Idee ist, den Koffer am Airport gegen Gebühr in Folie einwickeln zu lassen („Wrapping“). So ist er zusätzlich vor Verschmutzungen und Kratzern geschützt.

Ein TSA-Schloss am Koffer verhindert, dass das Gepäck bei Sicherheitskontrollen gewaltsam aufgebrochen werden muss. In Deutschland zum Beispiel öffnen von der Bundespolizei beauftragte Sicherheitsdienstleister Koffer, sofern ein Verdacht auf verbotene Gegenstände besteht, erklärt ein Sprecher von Fraport. Sie nutzen bei TSA-Schlössern dann einen Generalschlüssel.

Nach Angaben des Schloss-Herstellers Travel Sentry nutzen weltweit 55 Länder und 650 Flughäfen diesen, mit einem roten Diamant gekennzeichneten Standard der amerikanischen Transportsicherheitsbehörde.

10. Ruhe bewahren und sich nicht nerven lassen.

Das ist eigentlich der wichtigste Tipp. Auch wenn das Packen für manchen anstrengend ist, vergessen Sie dabei nie: Es geht um Urlaub,  die schönste Zeit des Jahres. Da wären Sien doch blöd, wenn Sie sich durch ein bisschen Packen nerven lassen! Also: Fröhlich bleiben und die Vorfreude genießen!