Mit einer Turbo-Diät schaffte es Sabine Kusterer zu den Olympischen Spielen. IMAGO/Panthermedia

Die einen meinen, eine Blitz-Diät zu brauchen, um im Urlaub am Strand mit dem vermeintlich perfekten Körper zu beeindrucken. Die anderen brauchen eine Blitz-Diät für ihren Traum von Olympia. Denn die Qualifikation kam so überraschend, dass die Karlsruherin mal eben acht(!) Kilo in nur eineinhalb Monaten abspecken musste. Jetzt verrät sie ihr Diät-Geheimnis.

Nach dem Ende ihrer Abnehm-Qual bei den Olympischen Spielen war Gewichtheberin Sabine Kusterer unglaublich erleichtert. Die 30-Jährige aus Karlsruhe hatte für ihren Start in Tokio innerhalb von nur 45 Tagen satte acht Kilo abnehmen müssen, um das Gewichtslimit bis 59 Kilo zu schaffen. „Ich habe meinen Körper sehr gefordert in letzter Zeit. Jetzt ist es an der Zeit, meinem Körper mit gutem Essen danke zu sagen“, erzählte Kusterer der Deutschen Presse-Agentur nach ihrem Auftritt am Dienstag.

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Weniger als 1000 Kalorien pro Tag habe sie in den vergangenen rund vier Wochen zu sich nehmen dürfen. Kusterer musste daher ihr Trainingspensum reduzieren. Manchmal habe sie nach dem Heben sogar Schwindelanfälle bekommen, berichtete sie. „Das war echt nicht immer einfach.“

Nach Blitz-Diät: Jetzt freut sie sich auf Obst und Gemüse

Im Wettkampf gönnte sie sich zwischendurch schon mal eine Banane mit Schokocreme, so wie schon 2016 bei Olympia in Rio de Janeiro. „Ich bin froh, meinen Körper wieder gut versorgen zu können“, sagte sie und freute sich auf Obst und Gemüse.

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Gewichtheberin Sabine Kusterer musste für ihren Olympia-Traum richtig abspecken, um das Gewichtslimit bis 59 Kilo zu schaffen.
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Vor dem Auftritt der Favoritinnen schaffte Kusterer nur eine Zweikampfleistung von 198 Kilogramm (Reißen: 91, Stoßen: 107). Die Gewichtheberin vom KSV Durlach war dennoch glücklich, war sie doch wie auch Lisa Marie Schweizer erst nach Dopingsperren anderer Nationen nachgerückt. „Das ist für mich so krass gewesen auf der Bühne zu stehen, ich musste auch die ganze Zeit grinsen“, sagte Kusterer, die eigentlich im Urlaub war, als sie für Olympia überraschend Grünes Licht bekam. „Ich will auch jetzt noch nicht aufhören, es geht weiter“, versicherte Kusterer, die an der Universität Heidelberg Economics studiert.