Die Typklasse beeinflusst den Preis der Kfz-Versicherung.
Die Typklasse beeinflusst den Preis der Kfz-Versicherung. imago stock&people

Alle Jahre wieder passt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) die Typklassen für die Kfz-Versicherung an. Alle Jahre wieder wird es deshalb für Autobesitzer spannend: Muss ich künftig mehr oder weniger für meine Versicherung bezahlen? 

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Betroffen sind in diesem Jahr rund 13 Millionen Autos in Deutschland - sie bekommen eine neue Typklasse. Rund 8,1 Millionen Pkw rutschen dabei im Vergleich zum Vorjahr in eine höhere Klasse, für Halter von rund 4,8 Millionen Autos gibt es eine niedrigere Einstufung. Das ergab die Neuberechnung des GDV.

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Für rund 70 Prozent (rund 29,3 Millionen Autos) bleibt es bei der Typklasse des Vorjahres. Die Klassenänderung kann als einer von mehreren Faktoren zu veränderten Versicherungsbeiträgen führen. Große Sprünge sind dabei laut GDV aber eine Ausnahme. Mehr als um eine Klasse nach oben oder unten gehe es nur für wenige Modelle.

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So verbessern sich den Angaben zufolge etwa der Skoda Kamiq 1.5 TSI und der Toyota C-HR Hybrid 2.0 gleich um drei Klassen. Der Audi Q7 3.0 TDI beispielsweise wird um zwei Typklassen schlechter.

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Hier erfahren Sie, ob Sie künftig mehr oder weniger für Ihre Autoversicherung bezahlen müssen. 
Hier erfahren Sie, ob Sie künftig mehr oder weniger für Ihre Autoversicherung bezahlen müssen.  imago stock&people

Änderungen auch in den Kaskoversicherungen

In der Teilkaskoversicherung bleibt es für mehr als die Hälfte (rund 60 Prozent) der Autos bei der gleichen Klasse. Rund 5 Prozent (etwa 600.000 Autos) kommen in höhere. Die Halter von rund einem Drittel (37 Prozent) und damit rund 4,8 Millionen Autos können von niedrigeren Klassen profitieren.

Hier verbessern sich etwa der Toyota C-HR Hybrid 2.0 und der Citroën C3 Picasso 1.4 um zwei Klassen. Drei Klassen rauf gehen unter anderem Nissan Leaf, Skoda Scala 1.5 TSI und Mitsubishi ASX 2.0.

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Auch in der Vollkaskoversicherung bleiben mehr als die Hälfte (rund 62 Prozent) in der gleichen Klasse. Rund 34 Prozent (rund 8,3 Millionen) der Autos finden sich in niedrigeren Stufen wieder. Rund 1,1 Millionen (rund 4 Prozent) rollen in höhere.

Zwei Klassen höher geht es hier unter anderem für den Mitsubishi ASX 2.0 und den VW T-Roc 2.0 TDI 4Motion. Zwei Klassen niedriger dagegen kommen unter anderem der Renault Clio Grandtour 0.9 und der Mercedes CLA 180 Shooting Brake.

Typklasse allein entscheidet nicht über Beitragshöhe

Die Änderung der unverbindlichen Typklasse führt nicht automatisch zu höheren oder niedrigeren Versicherungsbeiträgen. Sie ist nur eines von vielen Merkmalen, aus denen sich ein Versicherungsbeitrag zusammensetzt. Auch der Wohnsitz des Fahrzeughalters ist relevant und spiegelt sich in den Regionalklassen wider.

Für bestehende Verträge bedeuten die neuen Typklassen Veränderungen meist zum 1. Januar 2023. Für neue Verträge können sie sofort genutzt werden.

Die einzelnen Typklassen berechnen sich nach den Schäden und Reparaturkosten, die ein Automodell verursacht. Fallen diese gering aus, kommt es in eine niedrige Klasse. Hohe oder häufige Schäden und Leistungen der Versicherungen führen dagegen zu einer Hochstufung.

In der Kfz-Haftpflicht sind die Schäden des Unfallgegners maßgeblich. Für Kaskoversicherungen ist laut GDV unter anderem der Wert des versicherten Autos relevant. Modelle mit einer hohen Einstufung sind daher oft PS-starke Autos aus der Oberklasse, Sportwagen oder SUV. Kleinwagen oder ältere Autos finden sich dagegen eher in den niedrigen Klassen.

Die exakte Typklasse für mehr als 32.000 Fahrzeugen können Sie online ermitteln

zVg
Diese Autos werden billiger oder teurer

Autos mit niedrigeren Einstufungen bei der Kfz-Haftpflicht:
BMW 523i Touring
Skoda Kamiq 1.5 TSI
Toyota C-HR Hybrid 2.0
Volvo S60 2.0 D4

Autos mit höheren Einstufungen bei der Kfz-Haftpflicht:
Audi Q7 3.0 TDI
Ford Puma 1.0
Mercedes GLC 250 Coupé 4 Matic
Nissan Leaf