Katzendame Coco bettelt an einem Küchentisch um Futter. Katzen verstehen klare Signale und können Emotionen lesen. dpa/Axel Heimken

Wenn Haustiere nur sprechen könnten: Das haben sich sicher schon mal viele Besitzer gewünscht. Dabei tun sie es doch! Aber nicht jeder Tierfreund versteht „tierisch“. Was zählt, ist nämlich die Körpersprache.

Katze auf dem Fensterbrett zuckt mit dem Schwanz: Was hat das zu bedeuten?

Ein Beispiel. Was bedeutet es, wenn Ihre Katze auf dem Fensterbrett sitzt, nach draußen schaut, mit dem Schwanz zuckt und „meck, meck“ ruft? Manch ein Besitzer denkt, damit wolle der Stubentiger Frauchen oder Herrchen herbeirufen, weil der etwas Interessantes zeigen möchte. Doch das ist Unfug.

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Die Zeitschrift „Ein Herz für Tiere“ löst in ihrer aktuellen Ausgabe auf, was die Katze tatsächlich sagt: Sie ist aufgeregt, kann aber nicht so handeln, wie sie gerne möchte. Wahrscheinlich hat sie vor dem Fenster einen Vogel gesehen, den sie jagen will. Doch das Fenster hindert sie daran, der Beute hinterherzujagen. Und so bleibt der Jagd-Impuls unerfüllt.

Katzen schnurren auch, wenn sie krank sind oder Schmerzen haben

Und mit noch einem typischen Missverständnis räumen die Tierexperten der Zeitschrift auf: Wenn Katzen schnurren, ist das nicht nur ein Zeichen dafür, dass sich die Tiere wohlfühlen. Sie schnurren nämlich auch, wenn sie krank sind oder Schmerzen haben! Das nenne sich Heilschnurren.

Manche Katzenfreunde missverstehen die Gegenwart ihrer Haustiere auch als Ersatz für menschliche Gesprächspartner. Dafür sind sie denkbar ungeeignet: Denn langes Herumreden verstehen die Tiere nicht. Tipp: Geben Sie stattdessen klare Signale mit ruhiger Stimme. Tiere können selbstverständlich hören, aber was sie verstehen, ist nicht unbedingt das, was Sie der Katze mitteilen. Dafür haben die Tiere aber ein feines Gespür für Anspannung oder Stress.