Tulpen lassen manchmal so schnell die Köpfe hängen. imago/Panthermedia

Für viele sind sie das Symbol des kommenden Frühlings. Die Deutschen lieben Tulpen. Neben den Rosen gehören sie zu den beliebtesten Schnittblumen.

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Der leuchtenden Farbpracht kann man sich auch gerade im Frühjahr kaum entziehen. Und kaum eine Blume kann ähnlich viele Blütenformen bieten. Der einzige Haken: Oft lässt der Tulpenstrauß doch allzu schnell die Köpfe hängen.

Aber: Das muss nicht sein. Mit diesen einfachen Tipps bleibt Ihnen die Frühlingspracht deutlich länger erhalten.

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Tulpen – richtig anschneiden

Es ist der vielleicht größte Fehler: Wer die Tulpen direkt nach dem Kauf unbehandelt ins Wasser stellt, wird nicht lange Freude mit ihnen haben. Sehr schnell werden sie die Köpfe hängen lassen. Anschneiden ist so wichtig. Und das am besten richtig.

Verwenden Sie unbedingt ein scharfes Messer. Niemals eine Schere benutzen.  Die schneidet nicht, sondern zerquetscht die Stängel. So wird die Wasseraufnahme für die Tulpen nicht erleichtert, sondern schwerer gemacht.

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Sie sollten außerdem darauf achten, dass das Messer völlig sauber ist. Eine verschmutzte Schnittwunde nimmt die Pflanze ebenfalls übel.

Das Messer setzen Sie mindestens drei bis vier Zentimeter über dem bisherigen Ende des Stiels an. Schneiden Sie immer so schräg wie möglich (und entlang der Wuchsrichtung), um die Fläche der Schnittstelle zu vergrößern. So kann die Blume mehr und schneller Wasser und Nährstoffe aufnehmen und zur Blüte transportieren.

Die Tulpen anschließend natürlich in frisches Wasser stellen.

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Mit den Tulpen kommt der Frühling. imago/ITAR-TASS

Tulpen – die richtige Vase

Was kaum einer weiß: Tulpen wachsen nach dem Abschneiden in der Vase weiter. Deshalb brauchen Sie ein hohes, schlankes Gefäß. Optimal ist eine Vase, die die noch wachsenden Stängel an den Seiten stützen. Ansonsten kippen sie schnell seitlich über.

Tulpen brauchen Sauberkeit. Die Schnittblumen werden  es Ihnen danken, wenn Gefäß und Wasser absolut schmutzfrei sind. Ansonsten gelangen schnell Keime über die Schnittstellen in die Pflanze übergreifen. Die Tulpe ist da sehr sensibel.

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Zum Reinigen der Vase benutzen Sie am besten Essigessenz. Anschließend unbedingt gründlich und mit heißem Wasser ausspülen.

Tulpen und Narzissen nie ins gleiche Wasser geben. imago/Westend61

Tulpen – die falschen Nachbarn

Tulpen und Narzissen werden gerne zusammen arrangiert. Sie blühen zeitgleich und sind für viele die Frühlingsboten schlechthin. Aber: Sie sollten beide niemals zusammen in die gleiche Vase geben. Denn: Die Tulpen ziehen in der Kombi den Kürzeren und gehen sehr schnell ein. Die geschnittene Narzisse gibt nämlich einen Stoff ab, der die Zellen der Tulpe verstopft und ihr die Nährstoffaufnahme unmöglich macht.

Tulpen sind eine Pracht. imago/SNA

Tulpen – das richtige Wasser

Tulpen mögen weiches und möglichst kalkarmes Wasser. Hat das Leitungswasser bei Ihnen einen hohen Kalkanteil, kann es helfen, es vorher durch einen Kalkfilter zu geben oder mit Natron zu entkalken.

Optimal für die Pflanzen ist frisches Regenwasser aus der Tonne. Mit einem Spritzer Zitronensaft können Sie den pH-Wert senken,  was die Tulpen sehr mögen. Außerdem wirkt das Zitronenwasser antibakteriell und beugt der Entstehung von Keimen vor.

Wichtig ist es, das Wasser mindestens alle zwei Tage zu wechseln. Ein wichtiger Tipp: das Wasser dabei nicht komplett wegschütten, sondern immer einen kleinen Rest in der Vase belassen. Komplett frisches Wasser regt die Tulpe nämlich zu sehr zum Wachsen an. So verliert sie an Lebensdauer. Die Tulpen gerne neu anschneiden, ehe sie wieder ins Wasser gehen.

Welkende Blumen sollten Sie sofort aus der Vase entfernen. Ansonsten droht Fäulnis. Wichtig ist auch der Wasserstand: Die Stängel faulen leicht, wenn sie zu tief im Waser stehen. Es reicht völlig, wenn die Vase fünf bis sechs Zentimeter gefüllt ist.

Ihr Tulpenstrauß mag es lieber zu kühl als zu warm. Normale Raumtemperatur ist aber völlig ok. Sie müssen wissen: Bei Temperaturen über 19 Grad und bei direkter Sonneneinstrahlung  wird das Verwelken beschleunigt.

Tulpen – Tipps für den Einkauf

Der wichtigste Alltagstipp: Beim Tulpen-Kauf im Laden können Sie die Blumen ganz einfach selbst auf ihre Frische testen. Reiben Sie  Stängel und Blätter leicht aneinander: Dabei sollte es quietschen!

Was man wissen muss: Die meisten Schnittblumen in Geschäften und Supermärkten sind importierte Massenware. Sie kommen fast ausschließlich aus den riesigen Gewächshäusern in den Niederlanden.

Dabei wird sehr viel Energie verbraucht und Pestizide kommen als Schutz vor Fäulnis in großen Stil zum Einsatz. Umweltexperten empfehlen deshalb, auch bei Tulpen auf Regionalität und Saisonalität zu achten. Genauso wie bei Obst und Gemüse. Im Zweifel fragen Sie bei den Händlern nach, woher die Tulpen stammen. Kleine Gärtnereien bauen oft selber an.