Quarkkeulchen sind ein typisches Ost-Gericht - und sehr, sehr einfach zuzubereiten! Fotos: Imago/Sylvio Dittrich

Es gibt DDR-Gerichte, die in Ostdeutschland früher auf jeden Tisch gehörten, die heute aber kaum noch jemand selbst zubereitet. Und das, obwohl sie wirklich einfach zuzubereiten sind. So ist es auch bei einer der beliebtesten Süßspeisen des Ostens – aber wann haben Sie zuletzt Sächsische Quarkkeulchen hergestellt? Dabei ist es wirklich nicht schwer. KURIER verrät, wie das simple, süße Essen funktioniert – und wie sie aus dem Teig sogar eine herzhafte Variante zaubern.

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Im Vogtland nennt man die Quarkkeulchen liebevoll „Gebackene Kließ“

Vor allem in Sachseln sind die Keulchen (auch: Käulchen) weit verbreutet. Der seltsame Name leitet sich übrigens vom mittelhochdeutschen Wort „kaule“ ab, das „Kugel“ bedeutet. Im Vogtland werden die süßen Püfferchen „Gebackene Kließ“ oder „Quarkkließle“ genannt. Den besonderen Geschmack, den jeder aus dem Osten sofort auf der Zunge hat, erhalten die kleinen Puffer vor allem durch die Verwendung von Pellkartoffeln. Sie bilden neben magerem Quark die Hauptzutat.

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Sie brauchen für die Herstellung folgende Zutaten: 1 Kilogramm Kartoffeln, 500 Gramm Magerquark, 100 Gramm Mehl, 60 Gramm Zucker, 1 Ei, ½ Teelöffel Salz, etwas Zitronenschale und etwas Öl.

Quarkkeulchen sind ein typisches DDR-Gericht – und super einfach!

Die Zubereitung geht sehr einfach: Die Kartoffeln werden gewaschen, geschält und in kleine Stücke geschnitten. Anschließend gekocht und durch eine Kartoffelpresse gedrückt. Dieser Brei muss über Nacht vollständig abkühlen. Am darauffolgenden Tag kommen Quark, Mehl, Ei, Zucker, Salz und Zitronenschale hinzu. Wer es mag, kann außerdem noch Rosinen unterheben, diese wahlweise vorher in Rum oder Weinbrand einlegen. Aus dem gut durchmischten Teig werden dann kleine Keulchen geformt, leicht in Mehl gewendet und in einer Pfanne mit Öl ringsherum angebraten.

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Traditionell wird zu den Keulchen Apfelmus gegessen, in einigen Regionen auch Pflaumenmus. Außerdem können die kleinen Puffer mit einer Zucker-Zimt-Mischung bestreut werden. Aber Achtung: Quarkkeulchen müssen nicht immer süß sein, es gibt auch herzhafte Varianten! Dafür einfach Zucker und Zitronenschale weglassen, stattdessen den Teig mit Salz, Pfeffer und reichlich Paprikapulver würzen. Den besonderen Pfiff geben gebratene Speck- oder Schinkelwürfelchen und etwas Schnittlauch. Guten Appetit!