Die Deutschen lieben Obst! Egal ob ein Apfel oder eine Banane für zwischendurch, im Müsli morgens oder in Form von Smoothies. Imago Images

Die Deutschen lieben Obst! Egal ob ein Apfel oder eine Banane für zwischendurch, im Müsli morgens oder in Form von Smoothies – Obst ist nicht nur lecker, sondern auch gesund. Nur abends sollten Sie sich gut überlegen, ob Sie Obst essen! Der KURIER verrät Ihnen, warum Sie Obst lieber tagsüber essen sollten und womit Sie den abendlichen Snack ersetzen können.

Obst hält Sie wach

Obst enthält sehr viel Fruchtzucker, auch Fructose genannt. Fructose gehört als Einfachzucker (Monosaccharid) zu den Kohlenhydraten. Die lösen zwar keinen Heißhunger aus, werden aber dennoch in der Leber verarbeitet. Zwar ohne Insulin, trotzdem wird in der Leber jedoch die Fettproduktion angeregt. Und genau das hält Sie abends wach! In der Nacht ist der Bedarf an Energie geringer, als am Tag. Kohlenhydrate (wie sie in Obst enthalten sind) sorgen dafür, dass der Körper mehr Energie bekommt. Diese werden nachts jedoch gar nicht benötigt. Wenn Sie einen empfindlichen Magen haben, dann wird Sie die nächtliche Verdauung möglicherweise wach halten. Vor allem, wenn Sie kurz vor dem Schlafengehen etwas gegessen haben.

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Aufstoßen stört beim Einschlafen

Vorsichtig mit Obst am Abend sollten Menschen sein, die mit Sodbrennen zu kämpfen haben. Gerade Obst mit viel Fruchtsäure wie etwa Zitrusfrüchte kann zu Aufstoßen führen. „Besonders im Liegen ist das unangenehm und stört beim Einschlafen“, sagt Sabine Holzäpfel, Referentin bei der Abteilung Lebensmittel und Ernährung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Ähnliches gilt für Salat. Doch das sei von Mensch zu Mensch unterschiedlich, sagt Holzäpfel. Sie bestätigt die Einschätzung von Donalies: „Wissenschaftliche Belege für den Verzicht auf Rohkost am Abend gibt es nicht.“

Sie haben nach dem Verzehr von Obst Bauchkrämpfe oder fühlen sich nicht gut? Dann fehlt Ihnen womöglich ein Transportsystem im Körper, das für die Aufnahme von Fructose verantwortlich ist. Dies bedeutet: Sie haben eine Fructose-Intoleranz. Wenn dies der Fall ist, sollten Sie weniger Fructose zu sich nehmen oder ganz darauf verzichten. Der Fructosetest ist ähnlich wie der Laktosetest. Fragen Sie doch einfach Ihren Arzt, dass er bei Ihnen einen solchen Test durchführt.

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Das sind alternative Snacks für den Abend

Abends macht sich noch einmal der kleine Hunger bemerkbar? Und Sie wissen nicht, was Ihr Körpergut verdauen kann? Versuchen Sie es doch mal mit einem Joghurt. Auch ein kleines Müsli ist der perfekte abendliche Snack und zudem noch lecker! Wenn Sie abends nicht auf Obst verzichten wollen, essen Sie ein kleines Stück Banane. Das Magnesium ist gut für die Muskeln und stärkt Sie für den nächsten Tag.

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Gemüse und Obst essen: Ja, bitte – idealerweise fünf Portionen am Tag

Der Verzehr von Gemüse und Obst ist durchweg empfehlenswert. Wer aber glaubt, dass es damit getan sei, eine grundsätzlich eher einseitige Ernährung aufzupeppen, indem er beispielsweise im Sommer möglichst viele von den Lieblingsbeeren oder nur Salat isst, irrt: Wichtig ist, erstens regelmäßig Gemüse und Obst zu sich zu nehmen, es also zum festen Bestandteil der täglichen Ernährung zu machen. Und zweitens kommt es auf die passende Menge und die Relation zwischen Gemüse und Obst an. Über alle nationalen und internationalen Ernährungsempfehlungen hinweg lässt sich festhalten, dass man mit der ausgerufenen „Formel“ drei Portionen Gemüse plus zwei Portionen Obst, also „fünf Portionen Gemüse und Obst am Tag“, genau richtig liegt. Damit nimmt man eine Tagesration von ungefähr 300 g Gemüse und 200 g Obst zu sich.