Champignons sind nicht nur lecker, sondern auch gesund. Imago Images/JuNiArt

Champignons schmecken auf Pizza, zum Omelett oder zum Gulasch. Die leckeren Pilze sind in der Küche vielseitig einsetzbar. Denn sie können gegrillt, gekocht, gebraten oder blanchiert werden. Viele schnippeln sich die Champignons auch gerne in den Salat. Doch kann man die Pilze eigentlich auch roh essen? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

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Darf man Champignons roh essen?

Während nur wenige Pilzsorten roh gegessen werden können, müssen Sie sich bei Champignons keine Sorgen machen. Dennoch gibt es ein paar Dinge, die Sie beachten sollten, bevor Sie in die leckeren Pilze roh essen.

Champignons müssen grundsätzlich geputzt werden, bevor man sie isst. Zudem sollten Sie die Pilze ausreichend kauen und nicht allzu große Stücke hinunterschlucken, da sie nur schwer verdaulich sind und sonst zu lange im Magen liegen.

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Wenn Sie noch nie rohe Pilze gegessen haben, beginnen Sie zunächst mit einer kleinen Menge. Denn nicht jeder verträgt Champignons roh. Darmgeräusche und Blähungen sind keine Seltenheit nach dem Verzehr, daher sollte man sie nur in Maßen genießen.

Sind Champignons gesund?

Champignons sind nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund. Sie enthalten pro 100 Gramm 0,37 Milligramm Vitamin B2 und 37 Milligramm Vitamin B3, kein Cholesterin und nahezu kein Salz. Mit nur 25 Kilokalorien pro 100 Gramm gelten sie darüber hinaus auch noch als kalorienarm. Und auch Fitnessbegeisterte machen mit Champignons nichts falsch. Denn ihr Eiweißgehalt liegt bei 3,3 pro 100 Gramm.

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Aber frische Champignons enthalten noch mehr Gutes. In ihnen steckt das Vitamin B6, Folsäure und Niacin. Außerdem sind die Mineralstoffe Kalium, Eisen und Jod enthalten. Übrigens unterscheiden sich weiße und braune Champignons in Sachen Inhaltsstoffe so gut wie gar nicht. Die braunen Exemplare gelten als etwas aromatischer und weniger druckempfindlich.

Das sollten Sie beim Kauf von Champignons beachten

Erst wenn die Lamellen sichtbar sind, kommen die Sporen heraus und der Pilz wird besonders aromatisch. Christin Klose/dpa-tmn

Im Laden sahen die Champignons mit ihren weit geöffneten Hüten noch lecker, frisch und knackig aus. Doch daheim entdeckt man braunen Belag, der auf den unteren Exemplaren und am Boden der Packung liegt. Was ist das? Schmutz von der Ernte? Das sind Sporen, gibt der Bund Deutscher Champignon- und Kulturpilzanbauer (BDC) Entwarnung. Mit Sporen vermehren sich die Pilze – vergleichbar mit Samen bei Pflanzen. Sie rieseln aus den Lamellen unter den Hüten hervor und sind absolut unbedenklich.

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Wer das genau erforschen will, muss nur den Stängel abbrechen und den Hut mit den Lamellen nach unten auf ein weißes Blatt Papier legen. Es dauert nicht lange, bis sich die Radien der Lamellen als Sporenbild abzeichnen. Diese Sporen rieseln allerdings erst, wenn die Pilze reif sind. Aber genau dann schmecken die Speisepilze auch besonders aromatisch, so der BDC. Aus weitgehend geschlossenen Hüten rieselt noch nichts.

Champignons im trockenen Geschirrtuch aufbewahren

Nur selten wird eine ganze Packung auf einmal verbraucht. Kaum hat man sich versehen, hat der Rest Schimmel angesetzt oder ist labbrig. Die Pilzköpfchen bleiben bis zu drei Tage nach dem Kauf frisch und fest, wenn Verbraucher zunächst die Plastikumverpackung entfernen. Damit könne sich gar nicht erst Kondenswasser bilden, das die Schimmelbildung fördert. Besser sei es, die Champignons in ein trockenes Geschirrtuch zu wickeln und im Gemüsefach des Kühlschranks zu verstauen.

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Wer den Pilz besonders gleichmäßig klein schneiden möchte, kann ihn auch mit einem scharfen Eierschneider zerteilen. Franziska Gabbert/dpa-tmn

Champignons nicht neben Käse lagern

Champignons nehmen schnell Gerüche an. Deshalb sollte man sie möglichst nicht neben Käse oder anderen stark riechenden Lebensmitteln lagern. Auch bei Obst ist etwas Abstand besser, denn die Gase lassen die Pilze schneller schrumpeln. Darauf weist die Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse hin.

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So putzt man Champignons richtig

Champignons aus dem Supermarkt sind so gut wie küchenfertig. Nur ein bisschen Erde muss man von den Pilzen noch entfernen. Dazu sollten Hobbyköche lieber auf Wasser verzichten, denn dann werden die Pilze schnell schwammig. Spezielle Pilzbürsten sorgen dafür, dass das Gemüse sauber wird, ohne kaputt zu gehen. Wer so etwas nicht zur Hand hat, nimmt einfach Küchenkrepp.