Fenster sollten klar sein und der Wasserkocher entkalkt, das spart Strom. Wie, lesen Sie hier! dpa/Christin Klose

Für viele ist der Frühjahrsputz noch längst nicht vorbei. Wer unsere Tipps beherzigt, kann dabei bares Geld sparen. Denn auch Putzen ist energieintensiv und macht sich in der Stromrechnung bemerkbar. Wie Sie da ein Schnippchen schlagen können, erklärt der KURIER hier.

1. Wasserkocher und Kaffeemaschine

Geräte wie Wasserkocher und Kaffeemaschinen müssen regelmäßig entkalkt werden. Denn Kalkablagerungen reduzieren die Funktionsfähigkeit des Geräts, sie schränken die Wärmeabgabe ein. Mehr Kalk bedeutet automatisch einen höheren Energieverbrauch. In einigen Regionen ist das Leitungswasser kalkhaltiger, dazu gehört auch Berlin. Darum muss man sich Wasserkocher und Kaffeemaschine dort ein bisschen öfter vornehmen. Ein entkalktes Gerät arbeitet nicht nur energieeffizienter und spart damit Geld — auch die Lebensdauer steigt durch die regelmäßige Wartung enorm an.

2. Heizkörper

Heizungen sind Staubfänger und das ist besonders lästig. Denn nur eine abgestaubte Heizung ist voll leistungsfähig. Warum? Nun, die Staubschicht verhindert, dass die Wärmeenergie vollständig an den Raum abgegeben werden kann. Wem jetzt Angst und Bange wird, jeden kleinen Zwischenraum einzeln mit einem Lappen zu säubern, kann eine spezielle Heizungsbürste verwenden. Der lange, gebogene Stiel macht das Putzen der Zwischenräume unkomplizierter. Außerdem sollten Sie die Heizung regelmäßig entlüften, um unnötigen Stromverbrauch zu vermeiden.

3. Gefrierschrank

Vereiste Kühlschränke verbrauchen bis zu 45 Prozent mehr Strom. Der Grund ist einfach: Durch dicke Eisschichten müssen sie stärker kühlen als gewöhnlich. Um die Leistungsfähigkeit aufrechtzuerhalten, sollte der Gefrierschrank also regelmäßig enteist werden. Nach dem Abtauen des Eises muss das Gerät sorgfältig ausgewischt werden. Natürlich geht es auch noch gründlicher: Nach dem Enteisen lohnt es sich, den leeren Kühlschrank umzudrehen und auch dessen Rückseite und das Lüftungsgitter zu reinigen. So wird der Stromverbrauch minimiert und der Frischeerhalt der Lebensmittel durch volle Leistung maximiert.

4. Staubsauger

Ein wertvoller Tipp: Mittels Saugkraftregulierung kann man leicht verschmutzte und kleinere Flächen mit einer besseren Energiebilanz reinigen, so das Portal smartricity. Diese Regulierung könne sowohl mechanisch, als auch elektronisch geschehen. Die wohl bequemere Methode ist die elektronische, da sich die Saugkraft automatisch an den Untergrund anpasst, heißt es. Hartböden wie Fliesen, Parkett oder Linoleum brauchten kaum mehr Saugleistung als 500 Watt — auf Teppichen dagegen werde Saugkraft nötig. Wer mit zu wenig Aufnahmeleistung stark verschmutzte Teppiche säubern will, wird notgedrungen länger saugen und so den Energieverbrauch erhöhen. Durch solch eine Saugkraftregulierung werde der Stromverbrauch auf nur noch ein Drittel der Maximalleistung gesenkt.

5. Bügeln

Ja, auch beim Bügeln ist es möglich, Strom zu sparen, und das geht so: Wer täglich Hemd oder Bluse noch schnell vor der Arbeit plättet, muss sich über einen erhöhten Stromverbrauch nicht wundern. Einmal wöchentlich alles zu bügeln, reicht vollkommen und schont das Portemonnaie. Dann muss das Bügeleisen nämlich nur einmal erhitzt werden. Das tägliche Erhitzen des Geräts summiert sich und schlägt sich auch in der Stromrechnung nieder.

6. Beleuchtung und Lampen

Die Innenbeleuchtung bitte regelmäßig abstauben. Für ein kohlenstoffarmes Eigenheim sollten außerdem breitflächig LED-Leuchten eingesetzt werden. Aber ganz wichtig: Auch LED-Leuchten müssen abgestaubt werden, dann strahlen sie heller und man braucht weniger Lichtquellen in den Räumen. Achtung: Die LED-Birnen aus der Fassung drehen, erst danach sauber machen.

7. Fensterputz

Der Winter und auch das frühe Frühjahr hinterlassen ihre Spuren auf dem Glas, aber saubere Fenster lassen mehr natürliches Licht in die Wohnung und verbreiten damit nicht nur gute Stimmung, sie helfen auch Strom zu sparen. Denn in tageslichtdurchfluteten Räumen können Lampen bis zur Abenddämmerung getrost ausgeschaltet bleiben. Wichtig: Beim Fensterputzen sollten Sie die Dichtungen überprüfen. Bei defekten kann ungewollt Wärmeenergie entweichen, was teures Nachheizen erfordert.

8. Herd und Backofen

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Das Putzen des Backofens entfernt nicht nur unangenehme Gerüche und sorgt für einen klareren Durchblick. In geputztem Zustand dichtet der Ofen auch viel besser ab. Ist die Dichtung sauber, kann die Backofentür besser schließen. Dadurch geht beim Backen weniger Energie verloren. Dasselbe gilt übrigens auch für Herdplatten: Sind die Platten grob verschmutzt, geht wertvolle Energie verloren.

Natürlich kann der Energieverbrauch zu Hause nicht allein durch das Putzen optimiert werden, so smartricity. Zum Energiesparen gehöre noch viel mehr dazu. Die größten Energiefresser im Haushalt seien meist ineffiziente Altgeräte, die viel mehr Strom verbrauchen als nötig wäre und damit die Stromrechnung in die Höhe treiben. Also neue Geräte anschaffen, Strom sparen und so den Geldbeutel schonen. Und zwar nachhaltig.