Schön, wenn die Bestellung dann endlich kommt, aber Achtung: Reklamationen können teuer werden. imago/Michael Gstettenbauer

Der Online-Handel hat Hochkonjunktur, gerade in Corona-Zeiten wird bestellt, was das Zeug hält - auch und immer mehr im nichteuropäischen Ausland. Aber das kann teuer werden, falls das Bestellte dann doch nicht gefällt oder nicht passt und eine Rücksendung ins Auge gefasst wird.

Denn das 14-tägige Recht auf Widerruf gilt zwar auch beim Versandhandel aus China, doch Verbraucherschützer warnen: Bei einer Rücksendung online bestellter Ware nach China können hohe Kosten und Gebühren entstehen. Es häufen sich bundesweit Beschwerden über hohe Rücksendungskosten und Bearbeitungsgebühren, die teils den Warenwert erreichten.

Online-Shop sieht deutsch aus, ist es aber nicht

Der Grund: Viele Verbraucher haben sich offenbar für einen bestimmten Online-Laden entschieden, weil Domain, Impressum und Aufmachung der Website auf ein deutsches Unternehmen hätten schließen lassen - in Wirklichkeit aber in China angesiedelt ist, erklärte der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV). Dann aber kommt oft die böse Überraschung, wenn bemängelte Ware nach China zurückgeschickt werden soll, verbunden mit hohen Kosten.

Die Verbraucherschützer mahnten deshalb zur Vorsicht und erinnerten daran, dass Verbraucher die Konditionen für einen Widerruf in den AGB oder der Widerrufsbelehrung finden und diese außerdem schriftlich beim Verkäufer anfordern können.