Auf Weichspüler sollte man beim Wäschewaschen besser verzichten. Aber es gibt tolle Alternativen. IMAGO/Panthermedia

Weichspüler gehört für die meisten Menschen zu jedem Waschgang dazu. Viele haben das Wäschewaschen genau so von Mama gelernt, lieben die Vorteile, die die Nutzung von Weichspüler mit sich bringen. Aber wussten Sie, wie schlecht Weichspüler eigentlich für Umwelt und Textilien ist? Und wussten Sie, dass es viel bessere Alternativen gibt, die günstiger sind und die Sie mit Sicherheit zu Hause haben? Wir verraten Ihnen, was Sie dazu wissen müssen.

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Welche Vorteile hat es, Weichspüler zu benutzen?

Wer Weichspüler liebt, weiß seine Vorteile zu schätzen: Die Wäsche wird unglaublich weich und duftet herrlich. Die Farbkraft der Wäsche bleibt erhalten. Zum Teil lässt er die Sachen schneller trocknen oder verhindert die elektrostatische Aufladungen bei bestimmten Textilien. Klingt wirklich fantastisch! Allerdings hat der Einsatz von Weichspüler auch erhebliche Nachteile.

Welche Nachteile hat es, Weichspüler zu benutzen?

Das Umweltbundesamt appelliert: „Weichspüler sollten immer nur dann eingesetzt werden, wenn man seine Funktionen auch wirklich benötigt, da es sich hierbei um einen zusätzlichen Eintrag von Chemikalien in die Umwelt handelt. Wenn Sie nicht auf den Gebrauch von Weichspülern verzichten wollen, reduzieren Sie diesen und dosieren Weichspüler so sparsam wie möglich.“

Denn der Grund dafür, dass Weichspüler die Wäsche weich macht, sind in der Regel kationische Tenside. Und die schaden der Umwelt. Sie sind teils giftig und greifen Wasserlebewesen an. Farb- und Duftstoffe aus dem Weichspüler können nicht komplett aus Abwässern gefiltert werden.

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Außerdem lässt die Nutzung von Weichspüler das Waschmittelfach schimmeln, da Rückstände von Tensiden der perfekte Nährboden für Pilze und Bakterien sind.

Ein weiterer Minuspunkt: Die Qualität der Wäsche verschlechtert sich, wenn sie immer wieder mit Weichspüler gewaschen wird. Handtücher und Sportklamotten können dann beispielsweise weniger Wasser oder Schweiß aufnehmen. Auch für Jeans sollte Weichspüler tabu sein, denn er leiert die Hosen unnötig aus.

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Weichspüler macht zwar die Wäsche weich, hat aber auch erhebliche Nachteile. IMAGO/Shotshop

Welche Alternativen gibt es zu Weichspüler?

Essig oder Essigessenz: Geben Sie rund 30 bis 50 Milliliter Essig (weißer Essig mit 5 Prozent Säure) zu jedem Waschgang. Wenn Sie nur Essigessenz zu Hause haben, verdünnen Sie sie zunächst. Essig ist wohl das bekannteste Hausmittel für weiche Wäsche. Er hat nämlich noch einen weiteren wichtigen Vorteil: Er schützt Ihre Waschmaschine vor Kalkablagerungen.

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Natron statt Weichspüler: Lösen Sie zwei Teelöffel Natron in 100 Milliliter lauwarmem Wasser auf. Geben Sie die Mischung in das für Weichspüler vorgesehene Fach.

Zitronen(säure) als Weichspüler-Ersatz: Auch Zitronen-Säure ist ein toller Weichspüler-Ersatz. Sie können sich hier sogar Küchenabfälle zunutze machen. Geben Sie die Schalen einer Orange oder einer Zitrone in ein Wäschenetz und waschen Sie dies einfach mit. Alternativ: Lösen Sie einen Teelöffel Zitronensäurepulver in 100 ml Wasser auf und geben die Lösung in das Weichspülerfach.