Unangenehmer Körpergeruch entsteht zum Beispiel durch Bakterien in unserem Mund, die den Kaffee verstoffwechseln. Foto: imago images/Westend61

Wer Knoblauch ist, der riecht – das ist kein Geheimnis. Feine Nasen nehmen die Ausdünstungen von Knollen-Fans noch Tage nach dem Essen wahr. Allerdings ist Knoblauch nicht das einzige Lebensmittel, das uns unangenehm müffeln lässt. Es gibt noch weitere Speisen, die Mief zur Folge haben können. Hätten Sie es gedacht?

Tomaten verschlimmern den Achsel-Geruch

Viele lieben das Gemüse, doch die Forschungen des britische Wissenschaftlers Charles Steward sollen beweisen, dass die roten Früchte auch für Achselgeruch verantwortlich sind. Denn: Geruch unter den Armen werde häufig durch Terpene verursacht. Chemische Stoffe, für die die Schweißdrüsen ein wichtiger Ausscheidungsweg ist. „In Anbetracht der verzehrten Mengen sind Tomaten wahrscheinlich die Hauptquelle für Terpene in der Nahrung – und spielen für den Achselgeruch eine große Rolle“, heißt es in der Zusammenfassung der Arbeit.

Rotes Fleisch ist schwer verdaulich

Wie wäre es mit einem leckeren Steak, am besten blutig … nun ja: Wer nicht müffeln will, sollte verzichten. Der Grund: Das Fleisch ist besonders schwer verdaulich, bleibt deshalb lange im Verdauungstrakt. In dieser Zeit können sich besonders viele Bakterien bilden, die wiederum zu Mund- und Körpergeruch führen. Es gibt sogar eine Studie, die belegen soll, dass Männer, die viel rotes Fleisch essen, für Frauen weniger attraktiv sind – auch das liegt am Schweißgeruch.

Low-Carb-Diäten: Schlank sein oder stinkig?

Viele machen Diäten ohne Kohlenhydrate, dafür mit viel Eiweiß. Wer das plant, hat die Qual der Wahl: Schlank sein oder stinkig? Denn: Grundsätzlich kann ein Verändern des Essverhaltens dazu führen, dass sich die Bakterienbesiedlung in Mund und Darm verändern. Einige Bakterien vermehren sich bei proteinreicher Ernährung besonders gut. „Und diese kleinen Fieslinge haben nichts Besseres zu tun, als ordentlich Schwefelverbindungen zu erzeugen“, schreibt Low-Carb-Expertin Bettina Meiselbach in ihrem Blog happycarb.de. Hinzu kommt: Laut Experten werden Kohlenhydrate gebraucht, um die Düfte anderer Lebensmittel zu neutralisieren.

Kaffee: Auch Bakterien mögen das Heißgetränk

Wer Kaffee mag, muss jetzt stark sein: Das Heißgetränk kann für üble Gerüche aus dem Mund sorgen. Zahnarzt Markus Felber erklärte dem „Focus“: „Es sind nicht die Inhaltsstoffe der Kaffeebohne, die den schlechten Geruch verursachen. Vielmehr entsteht er durch Bakterien in unserem Mund, die den Kaffee verstoffwechseln. Diese Stoffwechselprodukte sind das, was wir als Geruch wahrnehmen.“ Die Bakterien leben vor allem in Zahnzwischenräumen und auf der Zunge. Wenn sie Nahrungsreste zersetzen, entstehen Schwefelstoffe – sie machen Mundgeruch.

Alkohol macht Mund- und Schweißgeruch

Party-Hasen sollten sich am Tag nach der Fete lieber vergraben. Jeder kennt wohl die „Fahne“, die nach dem Genuss von Bier oder Wein dem Mund entspringt. Viel problematischer: Der Duft des Alkohols wird über die Haut abgegeben. Als Richtwert gilt: Etwa zwei Stunden nach dem Konsum beginnt der Körper, den Geruch wieder abzugeben. Hinzu kommt: Laut Medizinern mache übermäßiger Alkoholkonsum den Schweiß sehr säurehaltig – und diese Säure führt zu muffigem Schweißgeruch.