Bevor es zum Bewerbungsgespräch und zum Abschluss eines Vertrages kommt, sollte man auf einige Details achten.
Bevor es zum Bewerbungsgespräch und zum Abschluss eines Vertrages kommt, sollte man auf einige Details achten. Imago/Eric Audras

Neues Jahr, neues Job-Glück? Wer jetzt die Firma wechseln will, sollte auf bestimmte Warnsignale achten, die in den Stellenausschreibungen stehen, raten Experten. Denn nicht jedes Unternehmen hält, was es zunächst verspricht.

Bewerber grübeln oft bei Stellenangeboten. Zunächst stellt sich die Frage: Passt das Unternehmen überhaupt zu mir? Nicht immer ist es leicht, darauf eine Antwort zu finden, wenn man sich für einen neuen Job entscheiden muss. Doch es gibt Hinweise, die für ein Nein sprechen.

Wie toll der Betrieb wirklich ist und wo die Tücken sind, sehen Bewerberinnen und Bewerber nicht immer sofort. Denn nicht alle Unternehmen seien so gut, wie sie sich auf den ersten Blick verkaufen, erklärt der Coach Henryk Lüderitz in einem Blog-Beitrag auf Xing.

Der Wechsel in eine neue Firma: Doch Vorsicht, nicht jedes Unternehmen hält, was es im Stellenangebot verspricht.
Der Wechsel in eine neue Firma: Doch Vorsicht, nicht jedes Unternehmen hält, was es im Stellenangebot verspricht. dpa/Klose

Er nennt Warnsignale, auf die Bewerber im Rekrutierungsprozess unbedingt achten sollten, um kein „böses Erwachen“ nach der Unterzeichnung des Arbeitsvertrags zu erleben.

-Schwammige Stellenausschreibung: Eine Stellenausschreibung sollte grundsätzliche Fragen zum Job beantworten – und nicht nur Schlagwörter beinhalten. Wichtig ist schon hier zu erfahren: Worum geht es bei der ausgeschriebenen Stelle? Was ist zu tun und was muss man dafür mitbringen?

-Viel Präsentation, wenig Fragen: Im Vorstellungsgespräch ist das gegenseitige Kennenlernen wichtig. Dazu gehören individuelle Fragen statt eingeübter Präsentationen, so Lüderitz. Widersprechen sich die Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner im Vorstellungsgespräch, ist das ebenfalls kein gutes Zeichen – und kann darauf hindeuten, dass Abläufe intern nicht ausreichend abgestimmt werden.

Ein Kennenlernen des Teams und die Möglichkeit des Einarbeitens sollte angeboten werden.
Ein Kennenlernen des Teams und die Möglichkeit des Einarbeitens sollte angeboten werden. dpa/Küttler

Auf Warnsignale in den Stellenausschreibungen achten

-Kein Kennenlernen mit dem Team: Ein Besuch am potenziellen neuen Arbeitsplatz sollte für Bewerberinnen und Bewerber möglich sein. Im Idealfall kann man hier ein harmonisches Team bei der Arbeit sehen, das sich auf die zukünftige Unterstützung freut. Gebe es hingegen keinen vorbereiteten Arbeitsplatz, ist das Lüderitz zufolge ebenfalls ein Warnsignal.

-Keine Kontaktperson und lange Wartezeiten: Der weitere Ablauf nach dem Jobinterview sollte transparent und klar sein. Außerdem wichtig: Eine Kontaktperson, an die sich Bewerberinnen und Bewerber wenden können.

- Kein Einarbeitungsplan: Wer einsteigt, braucht Orientierung. Ein professioneller Einarbeitungsplan (Onboarding-Plan) enthält konkrete Stufen, Ansprechpartner, Lernziele, Einarbeitungs- und Kontrollphasen. Fehlt er, ist das kein gutes Zeichen.

Generell gilt: Sei die Präsentation eines Unternehmens bereits im Rekrutierungsprozess lückenhaft und unprofessionell, sollte man sich gut überlegen, ob man dessen Jobangebot annehmen wolle, so der Coach.