Maskenpflicht gilt in allen Zügen - wer sich nicht daran hält, soll künftig nicht mehr mitfahren dürfen. Foto: imago images/Michael Weber

An Bahnhöfen und in Zügen gilt Maskenpflicht, doch leider hält sich nicht jeder an die Maßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus und Maskenmuffel kommen bisher glimpflich davon. Das will die Deutsche Bahn jetzt ändern - und droht Passagieren, die sich wiederholt weigern, eine Maske zu tragen, mit Beförderungs-Verbot.

Ein Sprecher des Konzerns sagte der Welt am Sonntag, wer das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung in den öffentlichen Verkehrsmitteln mehrfach verweigere, verstoße gegen die Coronaschutz-Verordnungen und begründe somit eine Wiederholungsgefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung. Bislang sei ein solch präventives Zugverbot aber noch nicht verhängt worden.

Keine Ticketpreis-Erstattung für Maskenmuffel

Beförderungsverbote wurden bisher beispielsweise bei Fußballfans ausgesprochen, die während der Fahrt randalieren. Für sie gilt dann, dass sie künftig keine Züge der Deutschen Bahn mehr nutzen dürfen. Der Welt am Sonntag zufolge erwägt der Konzern diese Möglichkeit künftig auch für Bahnfahrer, die wiederholt ohne Maske fahren. Betroffene bekämen dann auch den Ticketpreis nicht zurück.

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Nach Bahn-Angaben wurden zwischen dem 12. September und dem 7. Dezember 200.000 Menschen ohne Maske auf Bahnhöfen und in Zügen registriert. Wer sich weigerte, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, musste bisher am nächsten Halt die Bahn verlassen. Zusätzlich riskieren Maskenverweigerer Bußgelder, die allerdings nicht direkt von Mitarbeitern der Bahn oder Bundespolizei verhängt werden dürfen.

Anzeige wegen Hausfriedensbruchs droht

Wer einen Beförderungsausschluss erhält, riskiert schließlich sogar eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs, sollte er erneut auffällig werden. Dann droht nicht mehr nur ein Bußgeld, sondern ein Verfahren und sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr.