Schlepper ziehen das russische Rohr-Verlegeschiff „Akademik Tscherski“ aus dem Seehafen Richtung Ostsee. dpa/Jens Büttner

Im Streit um die deutsch-russische Pipeline Nord Stream 2 verzichtet die Regierung von US-Präsident Joe Biden auf Sanktionen gegen die Betreibergesellschaft – auch aus Rücksicht auf die Beziehungen zu Deutschland.

In einem Bericht von US-Außenminister Antony Blinken an den Kongress heißt es, der Verzicht auf Strafmaßnahmen gegen die Nord Stream 2 AG im schweizerischen Zug, deren deutschen Geschäftsführer Matthias Warnig sowie vier weitere Mitarbeiter sei im „nationalen Interesse“ der USA.

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In einer Erklärung bekräftigte Außenminister Blinken allerdings erneut, die US-Regierung sei „standhaft“ gegen das Pipeline-Projekt. „Wir werden uns weiter der Fertigstellung dieses Projekts widersetzen, das die europäische Energiesicherheit und die Energiesicherheit der Ukraine und der östlichen Flanke der Nato- und EU-Staaten schwächen würde.“

Die US-Regierung ist strikt gegen die 1200 Kilometer lange Ostsee-Röhre, welche die Kapazitäten für russische Erdgaslieferungen nach Deutschland deutlich erhöhen soll. US-Präsident Joe Biden argumentiert wie bereits sein Vorgänger Donald Trump, Deutschland und Europa würden sich damit in eine wachsende Abhängigkeit von Russland begeben und dem Gas-Transitland Ukraine schaden.