Der Lockdown schlug im Januar auf den Arbeitsmarkt durch. Foto: Imago/Ralph Peters

Wegen der Corona-Krise ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen. Im Januar waren 2,9 Millionen Arbeitslose gemeldet, 193.000 mehr als im Dezember. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Arbeitslosigkeit sogar deutlich. Im Januar 2021 waren 475.000 Menschen mehr arbeitslos als noch im Januar 2020.

Die Quote liegt bei 6,3 Prozent – das sind 0,4 Prozentpunkte mehr als im Dezember und ein Prozentpunkt mehr als vor einem Jahr, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Freitag in Nürnberg mit.

In Berlin waren 212.498 Frauen und Männer arbeitslos

In Berlin waren im Januar 212.498 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 10.110 mehr als im Dezember. Die Arbeitslosenquote erreichte damit 10,6 Prozent. Das sind 0,5 Prozentpunkte mehr als im Dezember.

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Die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Agentur sprach von einem saisonbedingten Anstieg der Zahlen. Diese sei keine Überraschung. Denn im Winter werden etwa auf dem Bau weniger Leute gebraucht. Zudem melden sich im Januar viele arbeitslos, deren Verträge zum Jahresende ausgelaufen sind. Stichtag der Datenerhebung war am 13. Januar.

„Allerdings liegt das aktuelle Niveau der Arbeitslosigkeit wegen der andauernden Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie vor allem in Berlin deutlich über dem des Vorjahres“, sagte Direktionsleiterin Ramona Schröder. Im Januar 2020 hatte es knapp 53.000 Arbeitslose weniger gegeben, die Quote lag bei 8,2 Prozent.