Der Wirecard-Skandal bietet viel Stoff. Foto:  dpa/Sven Hoppe

München - Nach dem RTL-Streamingdienst TV Now will auch der Bezahlsender Sky den Skandal rund um den insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard verfilmen. Geplant ist demnach eine fiktionale Miniserie. Zudem soll es eine 90-minütige Dokumentation in Kooperation mit dem RBB geben. 

„Es geht um Verrat, um Mangel an Verantwortung und Werteverlust – und es geht um die Mutigen, die sich trotz Verfolgung, Spott und Häme nicht haben abhalten lassen, die Wahrheit ans Licht zu bringen“, so die Produzentin Gabriela Sperl, die zuvor an der Filmtrilogie „NSU – Mitten in Deutschland“ beteiligt war. Wirecard sei auch „eine Geschichte der Aufrechten, eine Story um Zivilcourage, um Role Models, die wir heute mehr brauchen denn je“, sagte Sperl weiter.

Dreh-Beginn 2021

Drehstart soll im kommenden Jahr sein. Die Arbeiten für die Dokumentation sollen diesen Herbst starten. Ausstrahlungstermine stehen noch nicht fest. TV Now und Ufa Fiction wollen ihr Doku-Drama im ersten Quartal 2021 zeigen. Auch ein Audio-Podcast mit mehreren Folgen ist geplant.

Martina Zöllner, Film- und Dokuchefin des RBB, sagte mit Blick auf die Dokumentation und die noch laufenden Ermittlungen zu Wirecard, man habe einen Erzählansatz gewählt, der „es uns ermöglicht, die richtigen Fragen zu stellen, ohne alle Antworten abschließend klären zu können.“ Sie fügte hinzu: „Wir werden unterschiedliche Indizien aufgreifen. Es ist sogar möglich, dass wir die Ermittlung durch unsere Recherchen unterstützen können.“ (mit dpa)