Darf bald nicht mehr für Schinken und Wurst geworben werden? Greenpeace gefiele das. dpa/Stefan Sauer

Die Umweltschützer von Greenpeace sind mal wieder auf (vegetarischem) Kriegspfad. Diesmal im Visier der Umweltschutzorganisation: die Fleischindustrie und deren Werbung. Wie bisher soll es nicht weitergehen. Laut Greenpeace sollte Werbung für Fleisch durch genaue Vorschriften geregelt werden. „Die Produktion von tierischen Erzeugnissen gehört mit zu den größten Treibhausgasemittenten weltweit. Um Klima- und Artenschutzziele erreichen zu können, muss der Ernährungssektor radikal umgestellt werden“, sagte Stephanie Töwe, Agrarexpertin von Greenpeace, am Dienstag in Hamburg. Trotzdem halte die Fleischindustrie fahrlässig an der massiven Bewerbung ihrer bedenklichen Produkte fest. „Die Werbung für klimaschädliche Produkte sollte daher reglementiert werden, damit der Fleischkonsum nicht weiter mit falschen Bildern und Slogans angeheizt wird“, sagte Töwe.

Greenpeace hatte die Untersuchung „Aufgedeckt. Die sieben Mythen der Fleischindustrie“ zur Kultur der Fleischvermarktung in Frankreich, Polen, Spanien, Dänemark, Deutschland und der Schweiz in Auftrag gegeben. Danach versuche die Fleischindustrie, „weiterhin mit perfiden Marketingtaktiken – ähnlich denen der Tabakindustrie – Fleisch und Fleischprodukte als besonders natürliche, nötige und gesunde Lebensmittel zu vermarkten“, so Greenpeace.

Der Bratwurst-Reklame könnte es also bald an den Kragen gehen.