Stimmzettel und Wahlurne können nicht „gehackt“ werden. imago/Eibner-Pressefoto

Verfassungsschutz-Präsident Thomas Haldenwang gab den Geheimniskrämer: Ja, es gebe Versuche aus dem Ausland, die Bundestagswahl am 26. September zu beeinflussen, wenn auch auf bislang niedrigem Niveau. Nein, er sage nicht, welche Länder es seien.

Seit Februar sei „eine niedrige dreistellige Zahl“ von Bundes- und Landtagsabgeordneten meist gescheiterten Versuchen ausgesetzt gewesen, mit gefälschten E-Mails Daten zu stehlen, die man unter Umständen gegen sie verwenden könne.

Innenminister Horst Seehofer (CSU) erklärte, „mögliche Einflussnahmen von Moskau und China“ nehme man ernst. „Aber mich beschäftigt jeden Tag viel, viel mehr, was bei uns im Lande stattfindet.“ 

Allerdings stellten sich die Sicherheitsbehörden darauf ein, dass es zunehmend Cyberattacken aus dem In- und Ausland geben werde, erklärte Arne Schönbohm, Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik. Dazu zählten Beschimpfungen im Netz, Stör- und Sabotageaktionen sowie um Identitäts- und Datendiebstahl, wie von Haldenwang geschildert.

Die Wahl selbst sei maipulationssicher, sagte Bundeswahlleiter Georg Thiel: „Wir haben keine Wahlautomaten“, die von Hackern angegriffen werden könnten. Es sei „am Ende der Stimmzettel, der ausgezählt wird“.